März/April 2011

Liebe Leserinnen und Leser,

nein, wir möchten in diesem Newsletter nicht über Fukushima und die Folgen der Katastrophen in Japan reden. Obwohl auch uns das - keine zwei Wochen nach Abschluss unseres Projektes ‚Frauen aktiv gegen Atomenergie’ - schwer getroffen hat. Aktuelle Informationen und Aufrufe zur Beteiligung an Aktionen finden Sie weiterhin auf unserer Webseite www.frauengegenatom.de.

 

Wir möchten heute den Blick nach vorn richten, auf die Konzepte einer nachhaltigen, sozial gerechten, auch - aber nicht nur - grünen Ökonomie. Ein Thema, was uns mindestens bis zum Sommer 2012 begleiten wird. Nicht nur, weil dies ein Arbeitsschwerpunkt bei genanet sein wird, sondern auch, weil Anfang Juni 2012 die Rio+20-Konferenz der Vereinten Nationen stattfinden wird, und vor allem, weil dies ein Thema ist, das dringend der Inspiration und der Kreativität möglichst vieler Frauen und Frauenorganisationen bedarf. Schließlich geht es um nichts weniger als um unser aller Zukunft.

 

(Fast) alle Beiträge in diesem Newsletter können so auch unter dem Blickwinkel der Green Economy betrachtet werden - ein breites Thema, wie zu sehen und lesen ist.

 

Dabei wünschen wir viel Spaß und freuen uns auf Anregungen und Diskussionsbeiträge.

Ulrike Röhr und das genaNews-Team


Inhalt

Schwerpunkt: Frauen in der Green Economy, Rio+20 und mehr
Das Thema Green Economy - oder auch Green New Deal - brennt uns schon etwas länger unter den Nägeln, weil hier einmal mehr die Zukunft fast gänzlich unter Ausschluss von Frauen diskutiert wird.

 

Geschlechtergerechtigkeit und Unternehmensverantwortung in globalen Produktionsnetzwerken
In einem Fachgespräch wurden Herausforderungen und Lösungsansätze zur Stärkung von Geschlechtergerechtigkeit in globalen Lieferketten und Produktionsnetzwerken diskutiert.

 

Stricken und weitere Aktivitäten gegen Atomenergie
Mit kreativen Aktionen verleihen Frauen ihrer Forderung nach ABSCHALTEN Ausdruck.

 

Feinstaub und seine Wirkungen auf Frauen
Die Langzeitstudie untersuchte die gesundheitlichen Auswirkungen von Feinstaub auf Frauen.

 

Klimawandel: In Europa ist Umweltverschmutzung männlich
Zwei Studien kommen zu dem Schluss, dass die verhaltensbedingten CO2-Emission von Männern deutlich höher sind als die von Frauen.

 

Ökumenisches Netzwerk Frauen für Klimagerechtigkeit
Das von Pastorinnen gegründete Frauennetzwerk setzt sich für eine engagierte Klimapolitik ein.

 

Hypatia-Netzwerk: Frauen in Erneuerbaren Energien und Clean-tech
Das Frauennetzwerk hat sich zum Ziel gesetzt, den Frauenanteil auf allen Unternehmensebenen dieser Branchen zu erhöhen.

 

Im Wald, da sind die Räuber
Und noch ein Netzwerk: hier geht es um Waldbesitzerinnen, Försterinnen, Waldliebhaberinnen...

 

dib sucht die 25 einflussreichsten Ingenieurinnen Deutschlands
Anlässlich seines 25-jähirgen Bestehens sucht der dib nach einflussreichen Ingenieurinnen.

 

Aufsatzwettbewerb - Frauen und Klimawandel
Die europäischen Grünen rufen zur Einreichung von Beiträgen zu Frauen und Klima auf.

 

Zum Weiterlesen

- Was mehr wird, wenn wir teilen

- Gender Planning Impact in gefördertem Wohnbau in Niederösterreich

- Gender, Glück und Krisenzeiten in der globalen Ökonomie

- Gender, Cities, and Climate Change

 

Termine
Veranstaltungen und Aktionen

 

Impressum

 

An- und Abmeldung Newsletter


Schwerpunkt: Frauen in der Green Economy, Rio+20 und mehr

20 Jahre nach der legendären UN-Konferenz für Umwelt und Entwicklung in Rio de Janeiro wird an gleichem Ort wieder eine UN-Konferenz zu nachhaltiger Entwicklung stattfinden. Rio+20 der folgerichtige Titel, inhaltlich stellt sich die Konferenz allerdings etwas eingeschränkter dar: Green Economy im Zusammenhang mit nachhaltiger Entwicklung und Armutsbekämpfung ist eines der Themen, institutionelle Rahmenbedingungen für nachhaltige Entwicklung das andere.

 

Das Thema Green Economy - oder auch Green New Deal - brannte uns schon etwas länger unter den Nägeln, weil hier einmal mehr die Zukunft fast gänzlich unter Ausschluss von Frauen diskutiert wird. Anders als bei der kürzlich von der Bundesregierung eingesetzten Enquete-Kommission zu Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität - in die ausschließlich männliche Experten berufen wurden - gibt es dazu bisher keinen Aufschrei und keine Forderungen, die Frauen- und Genderperspektiven einzubeziehen. Wir fanden das verwunderlich und schlussfolgerten, dass das Thema den Frauenorganisationen näher gebracht werden müsse. So wurde das Projekt „Frauen in der Green Economy“ geboren, das, unterstützt vom BMU/UBA, am 1.4.2011 seine Arbeit aufgenommen hat. Mit dabei sind als Kooperationspartner der Deutsche Frauenrat, die Katholische Frauengemeinschaft Deutschland, der Frauenratschlag Brandenburg und hoffentlich der Deutsche Unternehmerinnenverband.

 

Gemeinsam mit diesen Partnerinnen und weiteren Expertinnen aus dem Bereich Konsum und feministische Ökonomie sollen Eckpunkte diskutiert werden, wie eine „Grüne Ökonomie“ aus der Genderperspektive aussehen sollte. Dabei kann und soll es nicht nur um eine umwelt- und Ressourcen schonende Produktion gehen, sondern um ein grundlegend anderes Verständnis der zukünftigen Wirtschaftsweise, die sich vom Wachstumszwang abwendet, und Wohlstand neu definiert. Und es geht dabei vor allem um die Einbeziehung der personenbezogenen Dienstleistungen der Care-Ökonomie innerhalb und außerhalb der Marktökonomie.

Lesen Sie dazu den Artikel von Elisabeth Stiefel im aktuellen Rundbrief des Forums Umwelt & Entwicklung.

 

Wir freuen uns auf viele anregende Diskussionen und rufen Sie jetzt schon dazu auf, sich daran zu beteiligen. Wir werden Sie regelmäßig über unsere Aktivitäten auf der Webseite www.genanet.de/greeneconomy.html unterrichten.

 

Frauen im internationalen Vorbereitungsprozess

Auf der internationalen Ebene haben sich ebenfalls verschiedene internationale Frauennetzwerke unter dem Dach der ‚Major Group’ Frauen zusammengetan, um im Vorbereitungsprozess zur Rio+20-Konferenz die gebotene Aufmerksamkeit auf die Frauenperspektiven zu lenken. Der Entwurf eines Positionspapiers wurde bereits veröffentlicht, eine deutsche Übersetzung werden wir demnächst bereitstellen. Informationen über die weltweiten Aktivitäten werden zukünftig hier eingestellt.

 

AG Frauen im Forum Umwelt & Entwicklung

In der AG Frauen engagieren sich seit 1995 NGO-Vertreterinnen und Wissenschaftlerinnen dafür, Geschlechterperspektiven als Querschnittsthema in die Umwelt-, Entwicklungs- und Nachhaltigkeitspolitik zu integrieren, um damit eine um die Dimension Geschlechtergerechtigkeit erweiterte Perspektive zu eröffnen. Im Moment stehen die (Kritik an der) Arbeit der Enquete-Kommission Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität – Wege zu nachhaltigem Wirtschaften und gesellschaftlichem Fortschritt in der Sozialen Marktwirtschaft und die Themen Nachhaltige Grundsicherung, Degrowth/Postwachstum und Frauen in der Green Economy bei der AG im Vordergrund. Für Oktober 2011 ist ein Fachgespräch zu diesen Themen geplant. Mitstreiterinnen sind herzlich willkommen und wenden sich bitte an Bettina Bahn-Walkowiak.


Geschlechtergerechtigkeit und Unternehmensverantwortung in globalen Produktionsnetzwerken

Ende März lud das Institut für Entwicklung und Frieden (INEF) der Universität Duisburg-Essen zu einem Workshop mit dem Titel Geschlechtergerechtigkeit und Unternehmensverantwortung in globalen Produktionsnetzen. Hintergrund des Workshops war die aktuelle Studie "Geschlechtergerechtigkeit und freiwillige Instrumente der Unternehmensverantwortung in globalen Produktionsnetzwerken und Lieferketten" von Bettina Musiolek, die im Rahmen des Forschungsprojekts "Menschenrechte, Unternehmensverantwortung und Nachhaltige Entwicklung" erstellt wurde, einem BMZ-finanzierten Vorhaben. Diskutiert wurden Herausforderungen und Lösungsansätze, um Geschlechtergerechtigkeit in globalen Lieferketten und Produktionsnetzwerken zu stärken. In einem offenen Fachgespräch wurden unterschiedliche zivilgesellschaftliche, privatwirtschaftliche, entwicklungspolitische und sozialwissenschaftliche Perspektiven und Ansätze diskutiert.

 

Die Studie von Bettina Musiolek, in der politische Handlungsempfehlungen für CSR-Initiativen und die deutsche Entwicklungszusammenarbeit entwickelt wurden, kann hier heruntergeladen werden.


Stricken und weitere Aktivitäten gegen Atomenergie

Die Reaktorkatastrophe in Fukushima in Folge des verheerenden Erdbebens und Tsunamis in Japan hat uns allen noch einmal deutlich vor Augen geführt, wie groß und unkontrollierbar die Gefahr des gern klein-geredeten ‚Restrisikos’ der Atomenergienutzung ist. Allerorten finden seither montägliche Mahnwachsen statt, die Großdemonstrationen am 26. März brachten in vier Großstädten Deutschland so viele Menschen auf die Straßen wie nie zuvor, und auch für den 25. Jahrestag der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl sind allerorten Aktionen geplant. Unser Projekt „Frauen aktiv gegen Atomenergie“ wird zwar nicht mehr gefördert, aber wir freuen uns sehr, dass in der Folge an vielen Orten gezielte Frauenaktionen stattfinden. Diese reichen von offenen Briefen an die Bundeskanzlerin, über handgestrickte Anti-Atomplakate, bis hin zu Demonstrationen vor dem eon-Firmensitz. Presseberichte über die Aktionen können auf der Frauen gegen Atom-Webseite nachverfolgt werden. www.frauengegenatom.de/termine.html

 

Ohne Worte

Umgarnen sollten die Frauen vielleicht auch den Baden-Württembergischen Atomenergiekonzern EnBW, nachdem Ex-Ministerpräsident Mappus kurz vor der Landtagswahl ausschließlich Männer in den Aufsichtsrat des Konzerns entsandt hat. Immerhin: eine (1) Frau findet sich unter den 20 Aufsichtsratmitgliedern, das ist mehr als doppelt so viel wie die durchschnittlichen 2% Frauen in den Aufsichträten und Führungsetagen bei den größten deutschen Energiekonzernen. Mehr dazu in einem Artikel, der den Anteil von Frauen in den Führungsetagen der Energiekonzerne in Deutschland, Schweden und Spanien vergleicht und die möglichen Auswirkungen auf die Gestaltung von Klimaschutzmaßnahmen. Weitere Informationen finden Sie hier.

 

Wenn Sie mehr Frauen in Aufsichtsräten deutscher Unternehmen sehen möchten, unterzeichnen Sie doch bitte die Bundestagspetition.


Feinstaub und seine Wirkungen auf Frauen

Permanente und hohe Belastungen mit Feinstaub und Stickoxiden haben gravierende gesundheitliche Folgen und lassen das Sterblichkeitsrisiko deutlich ansteigen. Zu diesem Ergebnis kommt die Langzeitstudie "Feinstaubstudie Frauen NRW", deren Abschlussbericht nun vorgelegt wurde. Die umfangreiche Langzeitstudie zeigt einen deutlichen Zusammenhang zwischen den Belastungen durch Feinstaub/Stickstoffdioxid, der Wohnortnähe zu einer vielbefahrenen Straße und der allgemeinen Sterblichkeit sowie der Todesursache durch Herz-Kreislauferkrankungen. "Die Studienergebnisse sind für mich alarmierend und werfen die politische Frage nach einer umfassenden Umweltgerechtigkeit auf", sagte Umweltminister Johannes Remmel zum Abschlussbericht. "Finanziell besser gestellte Bevölkerungsschichten können es sich leisten, Schadstoffe und Lärmbelastung bei der Wohnortwahl zu umgehen. Wer sozial schwächer gestellt ist, hat oft keine andere Wahl, als an Orten zu wohnen, an denen der Lärmpegel und die Schadstoffbelastungen hoch sind, etwa an Hauptverkehrsstraßen. Das Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit und ein gesundes Leben wird auf diese Weise aber ausgehöhlt." (aus der Pressemitteilung)

 

Die Studie ist online zugänglich.


Klimawandel: In Europa ist Umweltverschmutzung männlich

Viele Aspekte der Geschlechterungleichheit sind bekannt und gut dokumentiert. Wenig Aufmerksamkeit gibt es dagegen dafür, dass männliches Verhalten zu höheren Treibhausgasemissionen führt, als weibliches.

 

Das ist das Ergebnis von zwei verschiedenen, voneinander unabhängigen Studien. Durchgeführt wurden diese von europäischen Wissenschaftlerteams, die statistisch das Alltagsverhalten von Männern und Frauen in Industrieländern untersucht haben.

 

Frédéric Chomé, ein französischer Berater im Bereich Umwelt- und Nachhaltigkeitsthemen, fand heraus, dass eine typische französische Frau täglich für die Emissionen von 32,2 Kilogramm CO2 verantwortlich ist. Der typische Mann hingegen verursacht 39,3kg CO2.

 

Ein ähnliches Ergebnis brachte eine Studie von Annika Carlsson-Kanyama, Schweden und Riita Räty, Finnland, hervor, die die Verhaltensweisen von Frauen und Männern im Alltag in Deutschland, Griechenland und Norwegen untersucht haben. Sie fanden heraus, dass neben dem Konsum von Lebensmitteln und der Nutzung des Autos als Transportmittel, auch der Konsum von alkoholischen Getränken sowie von Tabak einen negativen Einfluss auf die Treibhausgasemissionen haben kann. (Julio Godoy* - Tierramérica)

 

Für mehr Informationen, klicken Sie hier: http://www.globalissues.org/news/2011/02/17/8564


Ökumenisches Netzwerk Frauen für Klimagerechtigkeit

Am 21.März 2011 hat sich das ökumenische Netzwerk 'Frauen für Klimagerechtigkeit' in Gelsenkirchen gegründet. In dem Netzwerk haben sich konfessionelle Frauenverbände, -organisationen und engagierte Frauen zusammengeschlossen, die dazu auffordern, dass Klimaschutz konsequent realisiert wird und dafür politische Rahmenbedingungen geschaffen werden. Dabei soll Geschlechtergerechtigkeit zur Grundlage und zum Ziel aller politischen Entscheidungen, aller Maßnahmen und Projekte werden. Um diesem Ziel näher zu kommen, wollen sie die Klimagerechtigkeit in der Öffentlichkeit vertreten und sich in ihrem Arbeitsumfeld dafür einsetzen. Weiterhin wollen sie den Nord-Süd-Dialog forcieren und Frauen sowie Frauengruppen vernetzen. http://www.oekumenisches-netz.de/


Hypatia-Netzwerk: Frauen in Erneuerbaren Energien und Clean-tech

Der Markt für Erneuerbare Energien und Clean-tech wächst weiterhin sehr stark und bietet vielfältige Karrierechancen - auch für Frauen. Allerdings zeichnet sich derzeit der Trend zu einer neuen Männer-Domäne ab. Vor diesem Hintergrund hat sich das Frauennetzwerk Hypatia gegründet und sich zum Ziel gesetzt, den Frauenanteil auf allen Unternehmensebenen dieser Branchen zu erhöhen.

 

Das Frauennetzwerk dient als Plattform, um berufliche Kontakte zu knüpfen sowie Erfahrungen und Expertise auszutauschen. Es bietet Unterstützung bei der beruf lichen Weiterentwicklung, Informationen über Berufe in der Erneuerbare Energien und Cleantech Branche und regt die öffentliche Diskussion über die Chancengleichheit von Frauen im Berufsalltag an.


Im Wald, da sind die Räuber

...immer öfter aber auch die Frauen: Försterinnen, Waldbesitzerinnen, Jägerinnen, Waldarbeiterinnen, Waldliebhaberinnen ...

 

Um die andere, ganzheitlichere Sicht von Frauen auf den Wald zur Geltung zu bringen, werden in dem Netzwerk Erfahrungen, Ideen, Tipps und Informationen ausgetauscht, es soll dazu beitragen nette Menschen kennenzulernen oder Treffen und Veranstaltungen gemeinsam zu organisieren. Weitere Informationen finden Sie hier.


dib sucht die 25 einflussreichsten Ingenieurinnen Deutschlands

Der deutsche Ingenieurinnenbund dib wird dieses Jahr 25 Jahre alt. Zu diesem Anlass werden die 25 einflussreichsten Ingenieurinnen Deutschlands gesucht.

 

Der dib ruft dazu auf, Ingenieurinnen zu nominieren, die einflussreiche Positionen in Wirtschaft, Wissenschaft oder Gesellschaft besetzen. Die Frauen sollen einen Studienabschluss oder eine Promotion in den Ingenieurwissenschaften und die deutsche Staatsbürgerschaft haben bzw. in Deutschland arbeiten.

 

Eine unabhängige Jury wird im Sommer die eingegangenen Nominierungen bewerten und die 25 einflussreichsten Ingenieurinnen auswählen. Die Liste der Top 25 wird im Herbst 2011 bekanntgegeben.

 

Die Nominierung kann bis zum 30. April 2011 im Internet (www.dibev.de/top25.html) erfolgen.


Aufsatzwettbewerb - Frauen und Klimawandel

Klimawandel ist genauso wie Geschlechterdemokratie ein Schwerpunktthema der Europäischen Grünen. Deshalb sollen im Rahmen eines Aufsatzwettbewerbes Antworten auf folgende Fragen gefunden werden:

 

Was können wir dagegen tun, dass der Klimawandel zu einer übermäßigen Belastung der Frauen führt?

 

Wie können wir Frauen, Frauenorganisationen und Expertinnen so stärken, dass sie eine Schlüsselrolle in den Klimaschutzbemühungen einnehmen können?

 

Wie können wir Geschlechtergerechtigkeit umfassend in die Klimapolitik einbeziehen?

 

Eine Jury wird die besten Beiträge auswählen. Als Preis winkt für drei AutorInnen die Teilnahme an der Grünen Sommeruniversität in Frankfurt (Oder) und Słubice. Die besten Aufsätze werden in der Originalsprache und in Englisch in einem Buch veröffentlicht.

 

Die Beiträge müssen bis zum 1. Juni eingereicht werden. Weitere Informationen finden Sie hier.


ZUM WEITERLESEN

Was mehr wird, wenn wir teilen

Druckfrisch auf dem Markt ist ein neues Buch der Wirtschaftsnobelpreisträgerin Elinor Ostrom “Was mehr wird, wenn wir teilen”. Elinor Ostrom beschäftigt sich seit vier Jahrzehnten mit dem Problem gemeinschaftlich genutzter, aber knapper Ressourcen. In ihrer neuesten Publikation geht sie dieser Entwicklung an drei Beispielen – Wälder, Meere und Atmosphäre – nach und erklärt anschaulich und verständlich die Grundthesen ihrer jahrzehntelangen weltweiten Forschung.

 

In “Was mehr wird, wenn wir teilen” zeigt die renommierte Umweltökonomin anhand zahlreicher praktischer Beispiele, wie es gelingen kann, dass Gemeinschaften wieder Verantwortung für “ihre” Ressourcen übernehmen und sie miteinander nutzen, ohne sie zu zerstören. Für die Autorin liegt der Schlüssel dabei in der Selbstverwaltung, denn Markt und Staat können nicht für alles zuständig sein. Die Menschen vor Ort müssen wieder an der Lösung ihrer ureigenen Probleme beteiligt werden und lernen, miteinander zu kooperieren. “Was mehr wird, wenn wir teilen” macht mit der Ideenwelt Elinor Ostroms und der Welt der immer noch unterschätzten Gemeingüter vertraut. Das Buch liefert hoffnungsvolle Ansätze zur Lösung unserer drängendsten Zukunftsprobleme und zeigt Wege auf, wie wir unser gemeinsames Erbe für nachfolgende Generationen erhalten können.

 

Was mehr wird, wenn wir teilen. Vom gesellschaftlichen Wert der Gemeingüter. Herausgegeben, bearbeitet und übersetzt von Silke Helfrich. oekom verlag, München

 

Gender Planning Impact in gefördertem Wohnbau in Niederösterreich

Das österreichische Büro Knoll & Szalai hat in enger Abstimmung mit der Niederösterreichischen Politik und Verwaltung erste Schritte erarbeitet, um Genderinhalte in den geförderten Wohnbau einzubringen. Neben intensiven Recherchen und Gesprächen wurde in zwei ExpertInnenworkshops daran gearbeitet, ein Instrument zu entwickeln, dass in der Verwaltungsarbeit und so im Alltag eingesetzt werden kann. Ein Werkstattbericht ist jetzt erschienen und kann in digitaler Form hier heruntergeladen werden: www.noe-wohnbauforschung.at/ Projektnummer 2173.

 

Gender, Glück und Krisenzeiten in der globalen Ökonomie

Vor rund vier Monate hat der Kongress „Das flexible Geschlecht - Gender, Glück und Krisenzeiten in der globalen Ökonomie" stattgefunden, dessen Online-Dokumentation im Internet unter www.bpb.de/genderkongress eingesehen werden kann. Neben Fotos und ausgewählten Vorträgen finden Sie dort auch Berichte aus den Foren. Außerdem lassen sich über Verlinkungen die Facebook-Seite des Kongresses und der lesenswerte Online-Blog (genderkongress.blogspot.com) aufrufen, der von der Redaktion des Missy Magazins erstellt wurde. Der Blog bietet neben Zusammenfassungen und Hintergrundinformationen auch die Möglichkeit, Videomitschnitte und Interviews anzusehen, die während des Kongresses entstanden sind.

 

Gender, Cities and Climate Change

Der Globale Bericht zu Wohn- und Siedlungswesen (Global report on human settlements) der UN HABITAT wurde kürzlich veröffentlicht und mit ihm die Hintergrundstudie, die von Gotelind Alber, Vorstandsmitglied bei GenderCC - Women for Climate Justice und Energieexpertin in unserem Stromwechselprojekt, erstellt wurde. Die englische Studie kann hier direkt runtergeladen werden.

Informationen zum Gesamtbericht finden Sie hier.


TERMINE UND AKTIONEN

Beschäftigungssituation von Frauen in der Branche der Erneuerbaren Energien

Der 3. Workshop im Rahmen des Projektes „Erneuerbare Energien – ein Arbeitsmarkt für Frauen“ findet am Freitag, 06. Mai 2011 von 11.00 bis 15.00 Uhr im Dominikanerkloster Prenzlau statt. An den Workshop schließt sich ein Besuch der 6. Prenzlauer Energiemesse an. Weitere Informationen finden Sie hier.


Impressum

genanet Leitstelle Gender, Umwelt, Nachhaltigkeit
LIFE e.V.
Dircksenstr. 47
10178 Berlin
Redaktion Ulrike Röhr
fon 030.308 798-31/35
fax 030.308 798-20
leitstelle@genanet.de
www.genanet.de


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