März 2012

Liebe Leserinnen und Leser,

 

die Rio+20-Konferenz rückt näher, was nicht zuletzt daran zu erkennen ist, dass die Anzahl der Veröffentlichungen und Veranstaltungen zum Thema Green Economy zunimmt. Wir freuen uns ganz besonders darüber, dass dabei auch die Geschlechterperspektive immer öfter diskutiert wird - zumeist noch getrennt von den allgemeinen Diskussionen, aber auch das ändert sich langsam.

So wird auch unser Rundbrief dieser Situation Rechnung tragen und einen Schwerpunkt bei den Gender-Aktivitäten zur Green Economy haben.

 

Auch wenn fast jedes Thema irgendwie mit den Green Economy-Diskussionen verbunden ist - ob es sich um die gerechte Wirtschaftsförderung im ländlichen Raum oder die nachhaltige Haushaltsführung für Jungs handelt - möchten wir Sie auf diese Themen im hinteren oder unteren Teil des Newsletters dezidiert hinweisen. Und vor allem auf die vielen Publikationen ganz am Ende, die einmal mehr zeigen, wie breit gefächert die Diskussionen zu Gender und Nachhaltigkeit inzwischen sind.

 

Wir wünschen viel Spaß beim Mehren der Erkenntnisse und freuen uns über Rückmeldungen.

 

Ihr genanet-Team

 


Inhalt

Ökostrom-Projekt

Endbericht des Projektes Determinanten der Wechselbereitschaft von Frauen zu Ökostrom erschienen

 

Green Economy: Gender_gerecht

Hinweise auf neue Papiere und Veranstaltungen des Projektes

 

Rio+20: Begleiten Sie die globale Frauenbewegung

Aktuelles von der Major Group Frauen zur Vorbereitung auf Rio+20

 

Public Hearing Frauen in der Green Economy

Das Gleichstellungskomitee des Europarlamentes hat eine öffentliche Anhörung durchgeführt.

 

Die Zukunft die wir wollen: Eine feministische Perspektive

Essay von Christa Wichterich zum Zusammendenken von Geschlechtergerechtigkeit und öko-sozialer Nachhaltigkeit

 

Kommentar zum Green New Deal aus der Geschlechterperspektive

Mara Kuhl und Friederike Maier geben Empfehlungen, wie das Konzept der Grünen genderbewusster werden könnte

 

Landfrauen fordern gendergerechte regionale Wirtschaftsförderung

Die Landfrauen haben ein Positionspapier zu Gleichen Chancen für Frauen und Männer in ländlichen Regionen veröffentlicht

 

Haushaltsparcours für Jungs aktualisiert

Neue Wege für Jungs - auch bei der nachhaltigen Haushaltsführung

 

Auf Frauen zugeschnittenes Bauingenieurstudium

Einrichtung eines neuen Studiengangs an der FH Koblenz, der gender- und Diversity-Aspekte berücksichtigt

 

Anne Klein Frauenpreis

Die Vergabe des diesjährigen Frauenpreises soll ein Ansporn dazu sein, sich mit Transnationaler Care-Ökonomie auseinanderzusetzen

 

Zahlen und Fakten zu Frauen in der EU

Im Vorfeld des Internationalen Frauentages veröffentlicht die European Women's Lobby aktuelle Zahlen aus der EU

 

Zum Weiterlesen

Neue Publikationen zu Gender & Umwelt/Nachhaltigkeit aus Wissenschaft und Praxis

 

Impressum

 

An- und Abmeldung Newsletter


Ökostrom-Projekt

Das von LIFE e.V./genanet in Zusammenarbeit mit der Freien Universität Berlin durchgeführte Forschungsprojekt Determinanten der Wechselbereitschaft von Frauen zu Ökostrom, dessen Ziel es war, belastbare Aussagen zum Entscheidungsverhalten der Verbraucherinnen beim Wechsel des Stromanbieters zu erhalten, sowie Ansätze für erfolgreiche Interventionen zur Ökostromnutzung zu entwickeln und zu testen, hat jetzt seinen Endbericht vorgelegt.

Sie können ihn gedruckt oder online als Kurzfassung mit den wesentlichen Ergebnissen erhalten. Die Kurzfassung wurde gemeinsam mit unseren PartnerInnen im Verbundprojekt an der Universität Halle-Wittenberge erstellt. Diese befassten sich mit der Nutzung von Erneuerbare-Energie-Technologien durch EigenheimbesitzerInnen.

Unseren Abschlussbericht können Sie auch in voller Länge hier herunterladen.Ein Artikel über die Ergebnisse, den Sie gern verwenden dürfen, steht dort auch zur Verfügung.


Aktivitäten des Projekts Green Economy: Gender_Gerecht

genanet hat im Rahmen des Projekts Green Economy gender_gerecht ein von Daniela Gottschlich verfasstes Hintergrundpapier Nachhaltiges Wirtschaften: Zum Verhältnis von Care & Green Economy veröffentlicht. Das vor Rio+20 viel beschworene Konzept einer Green Economy wird vor dem Hintergrund einer feministischen ?Care?-Perspektive als erkenntnisreiche Analysekategorie näher beleuchtet. Das anschließend dargestellte Beispiel des ?Ambient Assisted Living? macht deutlich, welche Gefahren eine Technisierung des Pflegebereichs mit sich bringen kann. Die Bedeutung der Kriterien Suffizienz und Vorsorge für nachhaltiges Wirtschaftens wird anhand des Beispiels des Yasuní Nationalparks in Ecuador deutlich. Abschließend zeigt sich, dass eine ökologische Erneuerung der Ökonomie nicht ausreichend ist. Vielmehr müssen die handlungsleitenden Prinzipien auf Vorsorge, Gerechtigkeitsaspekte und Kooperation ausgerichtet sein. Mit diesem Papier möchte genanet Diskussionen anregen. Sie können das Papier herunterladen und mitdiskutieren!

 

Am 08. März 2012 findet von 11 bis 17 Uhr eine Sitzung der AG Frauen im Forum Umwelt & Entwicklung zum Thema Gender, Care, Nachhaltiges Wirtschaften im Welthaus Bielefeld, August-Bebel-Straße 62, 33602 Bielefeld statt. Dort wird auch das vorliegende Diskussionspapier diskutiert. Interessentinnen wenden sich an daniela.gottschlich[at]uni.leuphana[dot]de.

 

Die beiden bisher erstellten Diskussionspapiere zum Thema Green Economy: Gender_gerecht wurden und werden an vielen Orten diskutiert und zeigen den Bedarf nach Kontinuität für diese und weitergehende Diskussionen. So sollen in näherer Zukunft weitere Hintergrundpapiere entstehen, zum Beispiel zum Thema Green Economy, Finanzmärkte und Gender, die diese Diskussionen weiter anregen.

 

In Planung sind Workshops, die gemeinsam mit den Teilnehmenden mögliche Umsetzungsinitiativen aus den theoretischen Erkenntnissen ableiten. sollen. Auf dem McPlanet.com Kongress 2012 mit seinen diesjährigen Schwerpunktthemen Green Economy, Landwirtschaft, Energie, Gemeingüter (Commons) und Lebensstile hat genanet ein World Café zu eben jenem Thema angemeldet. Wenn Sie Interesse an der Teilnahme oder an der gemeinsames Durchführung eines solchen Workshop zur Umsetzung einer gender_gerechten Green Economy haben, melden Sie sich unter leitstelle[at]genanet[dot]de.

 

Hinweisen möchten wir auch auf unsere aktuelle Online-Umfrage, die sich mit dem Informationsbedarf befasst.


Begleiten Sie die globale Frauenbewegung auf dem Weg zu Rio+20

Bereits im letzten Newsletter haben wir über die Frauenbeteiligung am Rio+20-Prozess informiert. Auf einer Vorbereitungskonferenz des UN Conference on Sustainable Development im Januar 2012 in New York wurde der erste Entwurf eines Ergebnisdokuments (Zero Draft) präsentiert, der von Nichtregierungsorganisationen, unter anderem auch den in der Major Group Frauen zusammengeschlossenen Frauenorganisationen, heftig kommentiert wurde. Sie kritisieren (in unterschiedlichem Ausmaße) das im Zero Draft dargestellte aktuelle Entwicklungsmodell sowie das zentrale Konzept der Rio+20-Konferenz mit seinem Fokus auf Wachstum und Green Economy statt auf Nachhaltigkeit.

 

In diesem Zusammenhang sei auf die aktuelle Ausgabe des FrauenRat mit dem Schwerpunkt ?Vereinte Nationen stärken Rechte von Frauen? verwiesen. Dort findet sich unter anderem eine kurze Einschätzung von Christa Wichterich zu den Frauenaktivitäten auf dem Weg nach Rio+20.


Public Hearing "Frauen in der Green Economy"

Der Ausschuss für die Rechte der Frau und Chancengleichheit (FEMM) des EU-Parlaments hat am 27. Februar 2012 ein öffentliches Hearing mit den drei Expert_innen Mark Smith, Ana Belen Sanchez und Irène Wintermayr sowie anschließender Diskussion veranstaltet. Im Mittelpunkt der Diskussionen standen die Chancen und Risiken für Frauen bei der Entstehung von Green Jobs und die damit einhergehende Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik. Sie können das Hearing noch nachträglich im Webstream sehen.


Die Zukunft, die wir wollen: Eine feministische Perspektive

Im Mittelpunkt der UN-Konferenz in Rio de Janeiro (Juni 2012) steht das Leitbild einer Green Economy. Sie soll einen Ausweg aus den globalen Klima-, Ernährungs- und Armutskrisen zeigen. Obwohl bereits vor 20 Jahren auf der ersten Rio-Konferenz Frauen als Schlüsselakteurinnen für den Umweltschutz und die Armutsbekämpfung genannt wurden, spielen ihre Vorschläge und ökofeministischen Ansätze bislang nur eine untergeordnete Rolle. Das könnte sich ändern. Konzepte und Utopien feministischer Ökologie und Ökonomie gewinnen wieder an Boden.

 

In dem Essay von Christa Wichterich werden Modelle, die Geschlechtergerechtigkeit und öko-soziale Nachhaltigkeit zusammendenken, vorgestellt und geprüft. Die Autorin wagt zudem einen Ausblick, wie die vorhandene geschlechterpolitische, emanzipatorische Substanz und der Charme konkreter Utopien die politischen Blockaden überwinden können.

 

Der 52-seitige Essay ist erschienen als Band 21 der Schriftenreihe zur Ökologie, die von der Heinrich-Böll-Stiftung herausgegeben wird.


Kommentar zum Green New Deal aus der Geschlechterperspektive

Eine Studie von Mara Kuhl in Kooperation mit Friederike Maier vom Harriet Taylor Mill Institut, befasst sich mit der (fehlenden) Gendervision des Green New Deals. Die Autorinnen kommentieren aus der Geschlechterperspektive die Dimensionen der Beschäftigung und der Mobilität sowie die ökonomische und industrielle Dimension des Konzeptes der Grünen. Empfehlungen zur Einbeziehung der Genderperspektive runden die Kommentare ab. Die Studie wurde erstellt im Auftrag der Fraktion Greens/EFA im Europaparlament.

Zur Studie


Landfrauen fordern gendergerechte regionale Wirtschaftsförderung

Eine Politik der fairen Chancen fordert der Deutsche LandFrauenverband (dlv) in seinem aktuellen Positionspapier ?Gleiche Chancen für Frauen und Männer in ländlichen Regionen ? Ein Gebot der Gerechtigkeit und eine wertvolle Ressource zugleich?. Darin bemängeln die Landfrauen geschlechterbedingte Barrieren, wie die männlich ausgerichteten Strukturen der Wirtschaftsförderung sowie die geringere Entlohnung von Frauen. Diese Hürden würden die weibliche Landbevölkerung daran hindern, am wirtschaftlichen, politischen und sozialen Leben teilzunehmen. Faire Chancen würden aus Sicht der Landfrauen der Fachkräftesicherung dienen und Zukunftsperspektiven für das Land bieten. In einem Sechs-Punkte-Plan fordern die Landfrauen, dass politische Entscheidungen auf die Lebenssituation von Frauen ausgerichtet und die örtlichen Gegebenheiten als Potenzial und nicht als Problem begriffen werden müssten. Zudem seien die Kommunikationsbeziehungen zwischen den regionalen Akteur_innen ein wichtiges soziales Kapital. Weiterhin sollen Diskriminierungen in der Erwerbsarbeit abgeschafft und der Grundsatz der Geschlechtergerechtigkeit in der Wirtschaftsförderung fest verankert werden. Das gelte gleichermaßen für die EU-Agrarpolitik als auch für die Regionalentwicklung.


Nachhaltigkeit als Thema auch im Haushalt - Neue Wege für Jungs Haushaltsparcours aktualisiert

Coole Jungs sind fit im Haushalt - Beim Haushaltsparcours von Neue Wege für Jungs sollen Jungen ?den Haushalt? aktiv kennenlernen und dabei entdecken, dass ?Bügeln und Kochen? auch Spaß machen kann ? obwohl vieles nicht ganz so einfach ist, wie sie vielleicht dachten. Stärker als bisher wird in den aktualisierten Aufgaben Wert auf Nachhaltigkeit gelegt.


Auf Frauen zugeschnittenes Bauingenieurstudium der FH Koblenz

Die Fachhochschule Koblenz plant, zum Wintersemester 2013/14 einen neuen Bachelor-Studiengang Bauingenieurwesen einzurichten. Bei der Konzeption des Lehrprogramms sollen Gender- und Diversity-Aspekte berücksichtigt werden, um mehr Frauen für dieses Studium zu begeistern. Derzeit ist weniger als jeder fünfte Student dieses Fachs weiblich. Einen ersten Schritt für die Konzeption des neuen Studiengangs wurde nun unter Leitung von Prof. Dr. Susanne Ihsen von der TU München erreicht. Die Sozialwissenschaftlerin zu Frauen- und Geschlechterfragen erhielt die Klara Marie Fassbinder-Professur und erarbeitete zusammen mit Studenten Handlungsansätze für die Ausgestaltung des neuen Studiengangs. Die weitere Konzeption wird sie künftig begleiten.


Anne-Klein-Frauenpreis

Die Heinrich-Böll-Stiftung vergibt den diesjährigen Anne-Klein-Frauenpreis an eine mutige Vorkämpferin gegen die Ausbeutung von Migrant_innen in haushaltsnahen Dienstleitungen, an die Frauenrechtsaktivistin Dr. Nivedita Prasad. Die Vergabe des Preises versteht die Heinrich-Böll-Stiftung als eine politische Stellungnahme. Der Preis soll durch die mit ihm verbundene Aufmerksamkeit, finanzielle Unterstützung und politische Anerkennung helfen, die feministischen und frauenpolitischen Anliegen der Preisträgerin voranzubringen. Somit versteht die Heinrich-Böll-Stiftung die Ehrung Nivedita Prasads auch als Ansporn an sich selbst, sich verstärkt mit dem Thema Transnationaler Care-Ökonomie in Verbindung mit Menschenrechten, Menschenhandel, Frauenhandel, Arbeitsmigration auseinanderzusetzen.


Frauen in der EU: Zahlen und Fakten

Die Europäische Lobby der Frauen (EWL) hat im Rahmen ihrer 10-Tages-Aktion bis zum Internationalen Frauentag eine Zusammenfassung von genderrelevanten Zahlen und Fakten aus der EU veröffentlicht, die neben der Frauen-Beteiligung in politischen Gremien und auf dem Arbeitsmarkt auch Zahlen zu Frauen in den Medien, zur Situation älterer Frauen und - besonders interessant - zu Mehrfachdiskriminierungen beinhaltet.

Zum Dokument


ZUM WEITERLESEN

Frauen und Macht: Macht für Nachhaltigkeit

Das bereits vorgestellte Projekt des Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie zu Veränderungspotenzialen von Führungsfrauen in Umwelt und Technik unter der Leitung von PD Dr. Uta von Winterfeld hat die Broschüre ?Macht für Nachhaltigkeit? publiziert. Eingänglich geht sie den Fragen nach, ob Frauen an Spitzenpositionen verstärkt etwas zum Erreichen von Nachhaltigkeit und Nachhaltiger Entwicklung beitragen können und welche damit einhergehenden Potenziale politisch unterstützt werden sollten.

http://www.wupperinst.org/uploads/tx_wiprojekt/Spitzenfrauen3.pdf

 

Gender and Climate Change Cutting Edge Pack

Nun ist es endlich soweit, das Cutting Edge Pack zu Gender und Klima, über das wir hier mehrfach berichtet hatten, ist erschienen. Es besteht aus einem Überblick-Report, einer Sammlung unterstützender Ressourcen (Fallbeispiele, Texte, Instrumente usw.) sowie einem ?InBrief?, einer 6-seitigen Publikation mit zwei inspirierenden Fallbeispielen aus Indien und Kolumbien. Das Cutting Edge Pack ist in Englisch erhältlich, der InBrief auch in Spanisch und Französisch. Es wurde herausgegeben vom Forschungsnetzwerk BRIDGE/IDS an der Universität Sussex. Die Publikation finden Sie hier.

http://www.bridge.ids.ac.uk/go/bridge-publications/cutting-edge-packs/gender-and-climate-change

 

Gendersensible Forschung zu nachhaltigem Konsum. Erkenntnisse aus aktuellen sozial-ökologischen Forschungsprojekten in Deutschland

Die Zeitschrift Soziale Technik informiert über aktuelle Projekte im Bereich umwelt-und sozialverträgliche Technik. In ihrer Ausgabe 4/2011 haben Ursula Offenberger, Melanie Jaeger-Erben, Julia C. Nentwich, Martina Schäfer und Ines Weller einen Beitrag verfasst, welcher die genderrelevanten Ergebnisse der vom deutschen Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Verbundprojekte ?Vom Wissen zum Handeln. Neue Wege zum nachhaltigen Konsum? (2008-2011) vorstellt. Aus der Genderanalyse werden wichtige Handlungsempfehlungen für die Durchführung zukünftiger Forschungsprojekte abgeleitet.

 

Klimawandel und seine Wechselwirkungen mit Geschlechterverhältnissen

In der Ausgabe 4/2011 der Zeitschrift Forum Wissenschaft findet sich ein Artikel von Meike Spitzner und Ulrike Röhr mit dem Titel ?Klimawandel und seine Wechselwirkungen mit Geschlechterverhältnissen?. Er fokussiert darauf, inwiefern die Ansätze zu klimapolitischen Instrumenten eher Genderproblematiken verschärfen als berücksichtigen und es damit verfehlen, dem nötigen akuten Handlungsbedarf nachzukommen.

 

Energiepolitische (Kehrt-)Wendungen

Im aktuellen Heft 02/2011 der Femina Politica mit dem Titel ?Die Bildung der Geschlechter: Der Einfluss von Strukturen und aktuellen Reformen im Bildungswesen? veröffentlichten Gotelind Alber und Ulrike Röhr den Artikel Energiepolitische (Kehrt-)Wendungen, welcher die aktuell (-politischen) Entwicklungen in Sachen Atomenergie aus einer Genderperspektive sowie Entscheidungen für den Wechsel zu Ökostrom beleuchtet.

http://www.femina-politica.de/inhalte/bildung-der-geschlechter.html

 

Governing Climate Funds - What will work for women?

Elizabeth Arend und Sonia Lowman veröffentlichten im September 2011 den vorliegenden Bericht, der vier Finanzierungsfonds analysiert, um daraus Schlussfolgerungen für ein gendersensibles Design der globalen Finanzierungsmechanismen für Klimafolgenmaßnahmen zu beleuchten. Im Sinne vulnerabler Gruppen sollen die Mittel zur Bekämpfung des Klimawandels gerecht und effektiv verteilen werden. Besonders Frauen in Ländern des globalen Südens sind betroffen von negativen Klimafolgen, wurden aber bisher wenig beachtet bei der Konzeption von Klimaschutzprogrammen und der Vergabe von finanziellen Mitteln. Die Analyse stellt konkrete Forderungen auf, zu denen nicht nur die Einbeziehung von Frauen als Programmempfängerinnen gehört, sondern auch die konkrete Beteiligung an konzeptionellen Entscheidungen, um den Erfolg von Interventionsprojekten zu gewährleisten. Weiterhin werden der direkte Zugang zu den Finanzierungsquellen gefordert sowie gendersensible Datenerhebung und Weiterbildungsprogramme auf nationaler Ebene.

http://www.genderaction.org/publications/11/climate-funds-for-women.pdf

 

Die antifeministische Männerrechtsbewegung

Im Januar 2012 erschien die Expertise "Die antifeministische Männerrechtsbewegung. Denkweisen, Netzwerke und Online-Mobilisierung" im Auftrag der Heinrich-Böll-Stiftung. Im Mittelpunkt steht die antifeministische Männerrechtsbewegung, welche im Diskurs um veränderte Rollenbilder als radikal anti-emanzipatorisch auffällt und sich gegen Frauen- und Gleichstellungspolitik, Gender Mainstreaming und Feminismus auflehnt. Die Publikation sucht die Bewegung zu ergründen.

http://www.boell.de/downloads/Antifeminismus-innen_endf.pdf


Impressum

genanet Leitstelle Gender, Umwelt, Nachhaltigkeit
LIFE e.V.
Dircksenstr. 47
10178 Berlin
Redaktion Ulrike Röhr, Josephine Brämer
fon 030.308 798-31/35
fax 030.308 798-20
leitstelle@genanet.de
www.genanet.de


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