Frauen gegen Atom

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Biodiversität, Geschlecht und Macht

Ulrike Doyle und Renate Späth fassen in ihrem Artikel "Andere Einblicke für bessere Aussichten: Biologische Vielfalt und Geschlechtergerechtigkeit" in der Politischen Ökologie 109 die Erkenntnisse zum unterschiedlichen Naturverständnis von Männern und Frauen zusammen. Die Tatsache, dass Männer auch im Umweltsektor - und zwar sowohl in den Einrichtungen des Bundes als auch im zivilgesellschaftlichen Naturschutz - die überwiegende Mehrzahl der Machtpositionen besetzen, wird als ein enormes Hindernis für einen wirkungsvollen und gesellschaftlich akzeptierten Umweltschutz herausgestellt.


Leben als Geschäft

Die Global Forest Coalition hat anlässlich der CBD ein Positionspapier herausgegeben, was die Auswirkungen von marktbasierten Naturschutzinstrumente auf Frauen kritisiert. Das englische Positionspapier kann hier heruntergeladen werden.


Frauenlebenvielfalt - Preisverleihung am 29.11.08

Am Internationalen Tag der Biodiversität am 22. Mai 2007 startete genanet den Wettbewerb „FrauenLebenVielfalt“. Alle Frauen und Mädchen waren aufgefordert zu zeichnen, zu fotografieren und zu texten – und hiermit die biologische und kulturelle Vielfalt zu beschreiben, die unsere Gesellschaft, unsere Erde einzigartig macht. Christine von Weizsäcker unterstützte den Wettbewerb als Schrimfrau. Fotos von der Preisverleihung

Der 1. Preis in der Kategorie Erwachsene wurde zweimal vergeben: an Julia Vitalis und Sabine Wedel. Der 2. Preis ging an Elisa Gelewski und Annette Köhn für ihre Dokumentation der Baumfeen-Aktion zur Rettung der Bäume am Berliner Landwehrkanal. Den 3. Preis erhielt Regine Maaß für ihren Text „Vielfalt heißt nicht einfach viel – eine Geschichte zur Biodiversität“. Eine besondere Auszeichnung, den Sonderpreis für das Lebenswerk, erhielt die 87jährige Ökogärtnerin und Philosophin Heinke von Löw zu Steinfurth für ihr großes Engagement im Bereich Biodiversität und kultureller Vielfalt – zusammen mit Hannelore Campino, die das Portrait über diese faszinierende Persönlichkeit beim Wettbewerb einreichte. In der Kategorie Kinder/Jugendliche ging der 1. Preis an den MaDonna Mädchentreff in Berlin-Neukölln für die fantasievollen TraumHausBilder, die acht- bis zwölfjährige Mädchen, die meisten Deutsch-Libanesinnen, in einem Kunst-Projekt malten. Einen Blick auf die preisgekrönten Werke gibt es hier. http://www.flickr.com/photos/genanet/sets/72157603836284852/


Biologische Vielfalt und Geschlechterverhältnisse - Hintergrund

genanet hat ein Hintergrundpapier erstellt, das die Genderdimension bzw. Geschlechterverhältnisse im Themenfeld „Biologische Vielfalt“ beleuchtet und – ganz kurz – den Zusammenhang zu den politischen Diskussionen um das Artensterben, den Biodiversitätsbegriff und das Übereinkommen über die biologische Vielfalt herstellt.


Gender auf dem Planet Diversity

„Lokal, Vielfältig, Gentechnikfrei“ war das Motto von „Planet Diversity“, dem internationalen Kongress zur Zukunft von Lebensmitteln und Landwirtschaft, der vom 12. bis 16. Mai 2008 in Bonn parallel zu den Verhandlungen der UN-Konvention zur Biologischen Vielfalt und des Cartagena Protokolls zur Biologischen Sicherheit stattfand. Anna Gyorgy von Women and Life on Earth (WLOE) hat dort zwei Workshops zur Genderperspektive veranstaltet: "Women's actions for biodiversity: Past and Present - What have we done and where are we now?" und "Women, Diversity and Agriculture: Strategies for Survival and Solidarity".


Expertise zu Biodiversität und Gender

Für das Projekt „Wissenschaftliche Begleitung zur Einführung des Gender Mainstreaming in die Regelpraxis des Bundesumweltministeriums (BMU)“ des Instituts für sozial-ökologische Forschung haben wir eine Expertise zu „Biodiversität und Gender“ erarbeitet. Die für die Arbeit des BMU erstellte thematische Übersicht enthält einen ausführlichen Anhang mit kommentierter Literatur und Internet-Links.

Der gesamte Abschlussbericht des Projekts ist auf der ISOE-Website als download verfügbar.