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GENANEWS FRÜHJAHR 2014 ERSCHIENEN

Der aktuelle Newsletter informiert wie immer über die Aktivitäten von genanet sowie über Gender und Umweltaktivitäten anderer Organisationen und ExpertInnen, berichtet über neue...

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VISIONÄRE UNTERNEHMERINNEN

Unternehmerinnen, die ökologisch nachhaltig und sozial gerecht wirtschaften, werden in einem Videofilm präsentiert, zu dessen Premiere wir am 27.3.2014 in den Veranstaltungsbereich...

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WACHSTUM NICHT DAS MAß ALLEN WOHLSTANDS

Die Ausklammerung unbezahlter Care-Arbeit, der Markt als einziger Maßstab für Wachstum, die Nichtberücksichtigung von Nachhaltigkeit und nichtmaterieller Lebensqualität – das sind...

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Gender | Umwelt | Nachhaltigkeit

 

INTERNATIONALER WORKSHOP SUSTAINABLE ECONOMY AND GREEN GROWTH: WHO CARES?


Dokumentation des Workshops jetzt erhältlich

Die Dokumentation des Workshops, mit Beiträgen von Teilnehmerinnen aus verschiedenen Teilen der Welt, liegt jetzt vor. Einen Blick in das Inhaltsverzeichnis können Sie hier werfen.

 

Die Broschüre ist ausschließlich in englisch erhältlich und kann hier als PDF (1,8 MB) heruntergeladen werden. Eine gedruckte Version können Sie hier bestellen.

 

Ein ausführliches Verzeichnis der in der Einführung "Sustainable Economy and Care Economy. Concepts, linkages, questions" verwendeten Literatur, ebenso wie Literaturempfehlungen und einige Visulaisierungen zum Beitrag von Thalia Kidder "Rapid Care Analysis in Local Development Programmes" stehen hier ebenfalls zur Verfügung.


Internationaler Workshop: Nachhaltiges Wirtschaften und Grünes Wachstum – wer (ver)sorgt?

Analysen, Erkenntnisse und Forderungen aus der Care Perspektive

 

Vor dem Hintergrund multipler Krisen werden die Konzepte des „Green New Deals“ sowie des „Grünen Wachstums“ als Weg zu einer nachhaltigen Entwicklung propagiert und als Lösungsstrategien für die Bearbeitung der ökonomischen, ökologischen und sozialen Krise präsentiert. Dabei führt Wirtschaftswachstum nicht zwangsläufig zu Nachhaltigkeit oder Befriedigung menschlicher Bedürfnisse oder gar Wohlstand. Frauennetzwerke und feministische Ökonominnen haben zu einem Wandel ökonomischer Betrachtungsweisen hin zu anderen Formen des Wirtschaftens aufgerufen. Solch ein Paradigmenwechsel benötigt sowohl eine Aufwertung und Wertschätzung von Natur als auch der (unbezahlten) Sorgearbeit von (überwiegend) Frauen, ohne jedoch in die Logik von Verwertung, Privatisierung und marktwirtschaftlichen Prinzipien zu verfallen.

 

Die Einbeziehung der Care Ökonomie in das Konzept des Nachhaltigen "Grünen" Wirtschaftens könnte als Antwort auf die Frage nach gerechter Wohlstandsverteilung und menschlicher Bedürfnisbefriedigung innerhalb ökologischer Grenzen dienen. Hinsichtlich Geschlechter- Wirtschafts- und Umweltgerechtigkeit haben Frauenorganisationen wiederholt auf die fehlende bzw. unzureichende Geschlechterperspektive in der Diskussion über Nachhaltige Entwicklung oder in der Debatte um die "Green Economy" hingewiesen. Im Rahmen eines internationalen Workshops Anfang 2013 wollen wir eine Debatte anstoßen, wie die Care Ökonomie und Green Economy zusammengebracht werden können. Dabei wollen wir mit Frauennetzwerken / zivilgesellschaftlichen Organisationen Ideen diskutieren und weiterentwickeln. Als Ausgangspunkt für die Diskussion und in Vorbereitung des Workshops stellen wir in einem Hintergrundpapier Analysen, Recherchen, Erkenntnisse und Forderungen von zivilgesellschaftlichen AkteurInnen zusammen. Besonderer Fokus liegt auf folgenden Fragen:

  • Wie können die Prinzipien der Care Ökonomie im Konzept des Nachhaltigen Wirtschaftens verankert werden?
  • Wie können soziale und wirtschaftliche Strukturen und Praxen verändert werden, um die ungleiche Verteilung der bezahlten und unbezahlten Care Arbeit zu beseitigen?
  • Gibt es bereits Formen oder Alltagspraxen bei denen Care und Nachhaltiges Wirtschaften zusammengebracht werden – informell oder auf Unternehmensebene?

Bei unserem Bemühen, Material zu diesen Themen für das Hintergrundpapier zu sammeln, brauchen wir Ihre Unterstützung. Über Hinweise auf relevante Texte, inhaltliche Anregungen sowie Kontakte zu ExpertInnen, AktivistInnen oder Netzwerken, die sich mit diesen Themen beschäftigen, freuen wir uns.

Vielen Dank.

 

Kontakt:

Narges Lankarani & Conny van Heemstra

Email: care-eco [at] genanet [Punkt] de

Tel: +49 (0) 30 - 308 798 - 35

 

Das Projekt wird vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit finanziert.