NEWSLETTER

genaNews September 2016

Liebe Leserinnen und Leser,

 

das Bundesumweltministerium feiert sein 30-jähriges Bestehen und genanet feiert mit – beim Festival der Zukunft am 10. und 11. September in Berlin. Besuchen Sie uns an unserem Infostand und kommen Sie zu unseren beiden Veranstaltungen! Alle Infos zur Beteiligung von genanet am Festival der Zukunft finden Sie in diesem Newsletter.

 

In dieser Ausgabe der genaNews widmen wir uns außerdem der gemeinsamen Stellungnahme von genanet und der AG Frauen im Forum Umwelt & Entwicklung zur Neufassung der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie, stellen Ihnen das neu gegründete Nachwuchsnetzwerk Gender & Nachhaltigkeit vor und blicken auf die Abschlusstagung des Projektes "Vorsorgendes Wirtschaften - Transformationen in Ökonomie und Politik (traVo)" zurück. Wie gewohnt haben wir auch wieder aktuelle Publikationen und Veranstaltungen für Sie zusammengetragen.

 

Wir wünschen viel Vergnügen beim Lesen und freuen uns wie immer über Ihre Rückmeldungen!

Das genanet Team

Inhalt

Umweltpolitik 3.0 - Festival der Zukunft

genanet feiert mit Bundesumweltministerium 30jähriges Bestehen

 

Stellungnahme zur Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie

genanet und AG Frauen im Forum Umwelt & Entwicklung zur Umsetzung der SDGs in Deutschland

 

Mit uns die Zukunft.

Nachhaltige Transformationen brauchen andere Geschlechterverhältnisse

 

Nachwuchsnetzwerk Gender & Nachhaltigkeit

Nachwuchswissenschaftler*innen schließen sich zusammen

 

Förderaufruf des BMUB: Kurze Wege für den Klimaschutz

Förderung für Klimaschutzprojekte auf Nachbarschaftseben

 

Eine andere Welt ist pflanzbar
Film zu Urbanen Gemeinschaftsgärten in Deutschland

 

Wer rettet die Welt?

an.schläge. Das feministische Magazin zu Gender und Umwelt

 

Zum Weiterlesen

Neue Publikationen

 

Veranstaltungen

 

Impressum

 

An- und Abmeldung Newsletter

Umweltpolitik 3.0 - Festival der Zukunft

Am 10. und 11. September gibt sich die Klima- und Umweltbewegung auf dem EUREF-Campus in Berlin-Schöneberg ein Stelldichein: Sie treffen sich zu einem Umweltratschlag, wie es ihn in Deutschland in dieser Offenheit, Breite und Vielfalt noch nicht gegeben hat. Anlass des Festivals der Zukunft ist der 30-jährige Geburtstag des Bundesumweltministeriums. Rund 100 Partnerinstitutionen und -verbände widmen sich mit über 170 Einzel-Veranstaltungen an zwei Tagen nahezu allen Fragen aktueller Umwelt-, Natur- und Klimaschutzthemen.

 

Wir sind ebenfalls mit einem Infostand (S.13 in der Schmiede) und verschiedenen Veranstaltungen vor Ort vertreten:


Am Samstag, 10.9. um 13 Uhr zeigen wir gemeinsam mit der WeiberWirtschaft eG den Film FrauenUNTERNEHMEN Green Economy im Kinosaal in der Schmiede.


Am Sonntag, 11.9. um 12 Uhr präsentieren wir die Positionen der Frauenorganisationen zur Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele in Deutschland in der Grey Garage. Beteiligt sind daran Carsta Neuenroth für die AG Gender von VENRO (Verband Entwicklungspolitik), Kristine Karch von EcoMujer und Ulrike Röhr von genanet und der AG Frauen im Forum Umwlet & Entwicklung.

 

Beteiligt sind wir auch an der Diskussionsveranstaltung unserer GenderCC-Kolleginnen zu sozialem und geschlechtergerechtem kommunalen Klimaschutz am Sonntag um 13 Uhr, die ebenfalls in der Grey Garage stattfindet.

 

Neben fachlich anspruchsvollen Debatten bietet das Festival auch einen Markt der Möglichkeiten, Mitmachspaß für die ganze Familie, Live-Musik, Kunst und Kindertheater.

Der Eintritt und die Teilnahme an allen Programmpunkten des Festivals sind frei.

 

Wir freuen uns auf Ihrem Besuch an unserem Stand!

Stellungnahme zur Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie

genanet hat gemeinsam mit der AG Frauen im Forum Umwelt & Entwicklung eine Stellungnahme zur Neufassung der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie verfasst, die vor allem die Fixierung auf Erwerbsarbeit bei Ausblendung der Pflege- und Versorgungsarbeit, das Festhalten am Wirtschaftswachstum als Dreh- und Angelpunkt jeglicher Entwicklung und am Bruttoinlandsprodukt (BIP) als Gradmesser für Wohlergehen kritisiert.

 

Die Neufassung der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie setzt die im September 2015 von den Vereinten Nationen verabschiedeten nachhaltigen Entwicklungsziele (SDGs) in Deutschland um. Sie bildet die Ziele und Indikatoren für die 17 Nachhaltigkeitsziele ab und stellt hinsichtlich Geschlechtergerechtigkeit einen Fortschritt gegenüber der alten Nachhaltigkeitsstrategie dar, bleibt aber weit hinter den Möglichkeiten und den Erwartungen zurück. 

 

Alle eingereichten Stellungnahmen zu der Neufassung finden sich hier

Mit uns die Zukunft

Mit der Tagung „Mit uns die Zukunft. Nachhaltige Transformationen brauchen andere Geschlechterverhältnisse“ beendeten die Leuphana Universität und das Wuppertal Institut am 11. und 12. Juli 2016 in Lüneburg ihr gemeinsames Projekt „Vorsorgendes Wirtschaften - Transformationen in Ökonomie und Politik (TraVo)“.

 

Die Keynote von Daniela Gottschlich zur Relevanz kritisch-emanzipatorischer Perspektiven für Transformationen in Richtung Nachhaltigkeit gab reichlich ‚Food for Thoughts‘, aber wie meistens bei plenaren Vorträgen, zu wenig Zeit zur Diskussion. Diese gab es dafür ausreichend in den parallelen Workshops, u.a. zu ‚Neue Energien – alte Verhältnisse?‘, ‚Anders oder ähnlich? Transformation und Geschlechterverhältnisse‘ oder ‚Keine Transformation ohne neues Wissen‘. Die Diskussionen in den kleinen Gruppen waren sehr fruchtbar und anregend und haben Lust auf mehr und weiter so gemacht. Einzig das Podium am Ende der Tagung, das die Frage stellte: ‚Wie würde die Transformationsgeschichte gendersensibel erzählt?‘ blieb in biographischen Anekdoten und Notizen der beiden Podiumsteilnehmerinnen stecken und jegliche Antworten schuldig.

 

Trotzdem, insgesamt eine sehr gut geplante Tagung von der alle etwas mitnehmen konnten. Als Wunsch bleibt einzig noch die Verbreitung der Protokolle der Arbeitsgruppen zumindest an die Teilnehmer*innen offen. Die Veröffentlichungen des TraVo-Projektes finden sich auf der Webseite des Wuppertal Instituts.

Nachwuchsnetzwerk Gender & Nachhaltigkeit

Geschlechtergerechtigkeit als wichtiger Bestandteil von Nachhaltigkeit ist alles andere als ein verstaubtes Thema. Im deutschsprachigen Raum gibt es zahlreiche junge Nachwuchswissenschaftler*innen und Aktivist*innen, die sich mit dem Thema auseinander setzen. Um sie miteinander in Kontakt zu bringen, ihre kreativen und intellektuellen Kräfte zu bündeln und zu fördern wurde im Juli 2016 das Nachwuchsnetzwerk Gender & Nachhaltigkeit gegründet.

 

Wir freuen uns sehr, dass die Mitglieder beschlossen haben, das Nachwuchsnetzwerk bei genanet anzusiedeln und damit die Idee, genanet als Plattform für die Vernetzung und Förderung von Menschen, die sich mit Gender und Nachhaltigkeit beschäftigen, neue Früchte trägt.

 

Am 20. August trafen sich die Mitglieder zu einem ersten Arbeitstreffen in Berlin. Es wurde intensiv über die Ziele, gemeinsame Aktivitäten und die Organisations- und Entscheidungsstrukturen des Netzwerkes diskutiert und damit ein Grundstein für die weitere Zusammenarbeit gelegt.

 

Das Nachwuchsnetzwerk Gender & Nachhaltigkeit versteht sich als ein offenes Forum für Menschen, die sich in akademischen und nicht-akademischen Kontexten mit den Zusammenhängen von Geschlechtergerechtigkeit und Nachhaltigkeit beschäftigen. Vordergründige Ziele des Netzwerkes sind der gegenseitige Austausch, die kollegiale Beratung und die Entwicklung gemeinsamer Projekte.

 

Über alle Aktivitäten des Netzwerkes werden wir auf der genanet Website informieren, wo das Netzwerk in Kürze auch einen eigenen Seitenbereich bekommt.

Wer mehr erfahren oder dem Netzwerk beitreten möchte, wendet sich an l.goeldner(at)gendercc.net

Förderaufruf des BMUB: Kurze Wege für den Klimaschutz

Verbände, Vereine, Stiftungen und Kommunen können noch bis zum 31. Oktober 2016 eine Förderung für Klimaschutzprojekte auf Nachbarschaftsebene beantragen. Der Förderaufruf "Kurze Wege für den Klimaschutz" ist Teil der Nationalen Klimaschutzinitiative des Bundesumweltministeriums.

 

Klimaschutzprojekte auf Nachbarschaftsebene leisten nicht nur einen wichtigen Beitrag zur Vermeidung von Treibhausgasemissionen und somit zur Einhaltung der Klimaschutzziele, sondern stärken gleichzeitig den Zusammenhalt in Nachbarschaften und tragen zu einer Verbesserung der Lebensqualität in Quartieren und Kommunen bei.

 

Wir möchten besonders lokale Frauenorganisationen und -initiativen auf diese Möglichkeit aufmerksam machen und zur einreichung von Anträgen aufrufen. Die Chancen stehen nicht schlecht!

Eine andere Welt ist pflanzbar

"Eine andere Welt ist pflanzbar" ist eine Filmreihe über Gemeinschaftsgärten weltweit. Im Mittelpunkt stehen die Gärtner*innen bzw. Aktivist*innen und die Frage, wie in Gemeinschaftsgärten nicht nur Pflanzen, sondern auch Visionen einer anderen, einer besseren Welt sprießen und kultiviert werden können.

Der 2016 erschienene 5. Teil der Filmreihe stellt urbane Gemeinschaftsgärten in Deutschland vor.

Die Filmemacherin Ella von der Haide beleuchtet und reflektiert in ihrer Arbeit auch immer wieder inwiefern Genderaspekte bei urbanen Gartenprojekten zum Tragen kommen. Ihre Dissertation hat sie beispielsweise zu Queer Ecology in Gemeinschaftsgärten verfasst.

Wer rettet die Welt?

Nachdem sich „an.schläge – das feministische Magazin“ bereits im April mit dem Thema Gemeingüter auseinandergesetzt hatte, widmete es seine Ausgabe im Juli dem Thema Ökologie. Unter dem Titel „Wer rettet die Welt?“ tummeln sich spannende Beiträge zu feministischen Auseinandersetzungen mit Klimawandel, Kapitalismus, Atomkraft und Umweltzerstörung. Darunter sind beispielsweise ein Interview mit der australische Soziologin, Marxistin und Ökofeministin Ariel Salleh über die Aktualität des Ökofeminismus und einen Beitrag von Gabi Horak zum Gendergap in den internationalen Klimaverhandlungen. Ausgewählte Beiträge des Magazins sind auf der Webseite öffentlich zugänglich.

Zum Weiterlesen

The politics of speeches, votes, and deliberations: Gendered legislating and energy policy-making in Germany and the United States

Von Cornelia Fraune (2016)
Diese Studie untersucht das Abstimmungsverhalten und die Beteiligung an parlamentarischen Debatten von weiblichen und männlichen Abgeordneten zu energiepolitischen Fragen in Deutschland und den USA.

Weitere Informationen

 

Energiearmut als neues soziales Risiko? Eine empirische Analyse als Basis für existenzexistenzsichernde Sozialpolitik

Von Lisa Bleckmann, Frank Luschei, Nadine Schreiner und Christoph Strünck

Der Abschlussbericht des Projektes "Energiearmut als neues soziales Risiko? Empirische Analyse und policy-Optionen für eine existenzsichernde Sozialpolitik" der Universität Siegen (gefördert durch die Hans Böckler Stiftung) bietet einen umfangreichen Einblick in das Phänomen der Energiearmut, das lange nur als Herausforderung in Ländern des Globalen Südens gesehen wurde, aber auch in Deutschland zunehmend zum Problem wird.

Weitere Informationen

Veranstaltungen

Habitat III: Co-producing sustainable cities

Wann: 15. und 16. September 2016

Wo: Heinrich Böll Stiftung, Schumannstr. 8, 10177 Berlin

Die Konferenz „Co-producing sustainable cities? - Lokalregierungen und Zivilgesellschaft in der globalen nachhaltigen Stadtentwicklung“ nimmt die Habitat III-Konferenz im Oktober in Ecuador zum Anlass, das Wechselverhältnis von Stadtregierungen und Zivilgesellschaft für eine nachhaltige Stadtentwicklung zu reflektieren. Vertreter*innen aus Kommunalpolitik und Zivilschaftschaft diskutieren die Themen Recht auf Wohnraum und Bodenpolitik, Zugang zu Beschäftigung und Einkommen, Abfallwirtschaft sowie Mobilität. Wo gibt es Beispiele innovativer Zusammenarbeit zwischen Stadtregierung und Zivilgesellschaft, wo kommt nachhaltige Stadtentwicklung eher durch produktive Reibung voran? Welche Konflikte stehen einer nachhaltigen Stadtentwicklung entgegen? Wie verhält sich die Diskussion über „Co-production“ zu massiven Repressionen, denen zivilgesellschaftliche Akteure in vielen Ländern ausgesetzt sind? 

Weitere Informationen

 

Patriarchat und Kapital: Tagesseminar mit Maria Mies

Wann: 17. September 2016

Wo: Alte Feuerwache Köln, Melchiorstr.3, 50670 Köln

In ihrem Buch „Patriarchat und Kapital“ beschreibt Maria Mies den Zusammenhang zwischen der Unterwerfung der Natur, Frauen und fremder Völker. Sie beschreibt wie die uralten, patriarchalen Beziehungen zwischen Männern und Frauen bis heute in unseren modernen, kapitalistischen Gesellschaften weiter bestehen und stellt die Frage, wie wir uns davon befreien können. In diesem Tagesseminar wird sich mit diesem Zusammenhang historisch und aktuell auseinandergesetzt und auf die Suche nach globalen und regionalen feministischen Alternativen zu Krieg, Neoliberalismus und der Zerstörung der Natur gesucht. Maria Mies ist eine weltbekannte feministische Kämpferin und Autorin und hat unter anderem 1995 gemeinsam mit Vandana Shiva das Buch "Ökofeminismus" herausgegeben. Bis zu ihrer Emeritierung war Maria Mies Professorin für Soziologie an der FH Köln.

Weitere Informationen

 

Technik – Raum – Bildung. Geschlechterforschung in Niedersachsen

Jahrestagung der Landesarbeitsgemeinschaft der Einrichtungen für Frauen - und Geschlechterforschung in Niedersachsen (LAGEN)

Wann: 12. November 2016

Wo: Technische Universität Braunschweig

Die LAGEN Tagung 2016 präsentiert die interdiszilinäre Breite der Frauen- und Geschlechterforschung in Niedersachsen. Der Schwerpunkt liegt dabei den Forschungsprofilen, -aktivitäten und -perspektiven des Maria-Goeppert-Mayer-Programms. Auf der Tagensordnung stehen unter anderem Vorträge zu den Themen "Technische Produkte und ingenieurwissenschaftliche Methoden verändern. Geschlechterforschung im Maschinenbau" (Prof. Dr.-Ing. Corinna Bath, TU Braunschweig und Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften ), "Gesellschaftliche Raumverhältnisse verstehen und gestalten. Perspektiven raumwissenschaftlicher Geschlechterforschung" (Prof. Dr. Tanja Mölders, Leibniz - Universität Hannover) und "Gender MINT. Umsetzung einer gender- und diversity-informierten Forschung und Lehre in Maschinenbau und Physik" (Prof. Dr. Helene Götschel, Hochschule Hannover). Programm und weitere Informationen

Impressum

genanet - Leitstelle Gender, Umwelt, Nachhaltigkeit

c/o GenderCC - Women for Climate Justice e.V.

Anklamer Str. 38

10115 Berlin

Redaktion: Ulrike Röhr & Lisa Göldner

leitstelle@genanet.de

www.genanet.de

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