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GENANEWS DEZEMBER ERSCHIENEN
Der aktuelle Newsletter berichte über die UN-Klimakonferenz, über Aktivitäten im Vorfeld der Rio+20 Konferenz zum Thema Green Economy in Deutschland und weltweit. Er informiert...
DISKUSSIONSPAPIER GENDER & GREEN ECONOMY
Das Diskussionspapier 'Green Economy: Gender_gerecht' liegt jetzt vor. Wir laden zur Diskussion ein und sind gespannt auf Stellungnahmen, Ergänzungen, Kritiken. Gern stellen wir...
FRAUENRAT ZUR GREEN ECONOMY
"Green Economy - Gerechtigkeit oder Begrünung des Kapitalismus?" lautet der Titel der aktuellen Ausgabe des Zeitschrift des Deutschen Frauenrats. Vielfältige Beiträge von...
Informationen zu den Frauen- und Genderaktivitäten bei den Klimaverhandlungen sowie deutsche Übersetzungen der aktuellen Stellungnahmen der Frauen- und Genderaktiven Sie auf der Unterseite zu den Klimaverhandlungen, ältere im dazugehörigen Archiv.
Für weitere und regelmäßig aktualisierte Informationen zu Gender und Klimapolitik besuchen Sie bitte die Plattform für Informationen, Wissen und Vernetzung rund um Gender und Klimawandel. Diese englischsprachige Seite wird von unseren Partnerinnen, dem internationalen Netzwerk GenderCC - Women for Climate Justice, betrieben.
Diese Frage stellte das Europäische Institut für Geschlechtergleichstellung und forderte Organisationen und Verbände auf, sich an der Ausschreibung zu einer entsprechenden Studie zu beteiligen. genanet hat sich mit der belgischen Organisation Milieu Ltd. für ein Angebot zusammengetan - und den Auftrag erhalten. Das Gender Institut betonte beim ersten Treffen, wie sehr es sich freue, dass einige der wichtigsten Genderexpertinnen aus dem Bereich Energie und Klimaschutz beteiligt sind.
Bei der Studie geht es darum, die Umsetzung des Kapitel K ‚Frauen und Umwelt’ der Aktionsplattform der 4. Weltfrauenkonferenz in den 27 EU-Mitgliedsstaaten zu untersuchen. Eingeschränkt wurde das Umweltthema auf den Bereich Klimaschutz, und hier den Sektorpolitiken Energie und Transport. Die dänische Regierung möchte die Studie für Ihre EU-Ratspräsidenschaft (1. Halbjahr 2012) nutzen, und legt großen Wert auf Daten und Indikatoren zur Beteiligung von Frauen an Entscheidungspositionen und in den für Klimapolitik relevanten Studiengängen.
Wir freuen uns, dass das Europäische Gender Institut (EIGE) darüber hinaus gehen will, und einen weiteren Schwerpunkt bei der Analyse der Integration von Genderaspekten in den klimapolitischen Maßnahmen der 27 Mitgliedsstaaten legt.
Der Zeitplan ist sehr eng, bereits Anfang Dezember muss der vollständige Endbericht abgegeben werden.
Wir werden an dieser Stelle informieren, wenn erste Ergebnisse veröffentlicht werden.
Die englische Publikation, herausgegeben vom Institut für Development Studies und BRIDGE, beschreibt den aktuellen Stand der Integration von Genderaspekten in Klimaschutz- und Klimaanpassungsmaßnahmen und was Geberorganisationen tun können, um ihre Arbeit im Bereich Gender und Klima zu verbessern.
Die Studie kann hier heruntergeladen werden.
Stärkung der Geschlechterperspektive in der internationalen Zusammenarbeit
Die Ergebnisse der Klimakonferenz in Kopenhagen waren ernüchternd - nun steht bereits die nächste große Verhandlungsrunde vor der Tür - diesmal in Cancún, Mexiko. Was wurde aus der Geschlechterperspektive bei den Verhandlungen der letzten Jahre erreicht, und wie können wir den Reden und dem langwierigem Verhandlungsmarathon über die notwendigen klimapolitischen Schritte konkrete Aktivitäten entgegensetzen?
Im Mittelpunkt der Tagung stand die Frage, wie die Genderperspektive in der internationalen Zusammenarbeit gestärkt werden kann. Dazu nahmen VertreterInnen von Bundesministerien, Entwicklungsorganisationen und Frauenverbänden Stellung. Aber vor allem äußerten sich dazu auch Frauen aus anderen Ländern. Eingeladen hatten wir Vertreterinnen von CARE Bangladesh und vom Deutschen Institut für Entwicklungspolitik, die über die Situation in Ländern des Südens berichten (Bangladesch und südliches Afrika), sowie eine Vertreterin vom britischen Entwicklungsministerium, die gerade eine weltweite Befragung macht, wie bei der Umsetzung und Finanzierung von Klimaprojekten und -programmen Geschlechteraspekte einbezogen werden.
Die Tagung fand am 16.11.2010 im Gustav-Stresemann-Institut in Bonn statt. Die Präsentationen von Gotelind Alber (GenderCC), Seema Gaikwad (CARE Bangladesch), Dr. Chinwe Ifejika Speranza (DIE) und Schirin Salem (GTZ) können heruntergeladen werden. Einige Fotos von der Tagung gibt es hier zu sehen, ein Bericht ist in einer dreiseitigen Kurzfassung oder auch in einer längeren Version verfügbar.
Parallel zur Konferenz wurde auch die neue Reihe 'Informationsblätter zu Gender und Klima' gestartet, mit der die Netzwerke genanet und WOMNET - in Kooperation mit GenderCC - die deutsche Öffentlichkeit über Genderaspekte der Klimapolitik und die entsprechenden Aktivitäten informieren wollen. Bisher erschienen sind:
- Die Geschlechterdimensionen der Klimapolitik
- Genderaspekte in den Handlungsfeldern der Klimapolitik
- Auswahl an Interventionen von Frauenorganisationen bei den UN-Klimaverhandlungen
- (An) Forderungen an Entwicklungspolitik und Entwicklungszusammenarbeit
Bei der Veranstaltung "Klimaschutz braucht Frauenpower!" zu der CARE und das Klimabündnis Österreich am 18. November 2010 in das Haus der Europäischen Union einluden, wurde diskutiert, ob wir (mehr) Geschlechtergerechtigkeit in der Klimapolitik brauchen. Im Zuge dieser Gelegenheit formulierten die TeilnehmerInnen Forderungen nach mehr Geschlechtergerechtigkeit an die nationale und internationale Klimapolitik. Diese Forderungen können hier heruntergeladen werden.
Über die Kernaussagen der Referentinnen berichtet der Veranstaltungsrückblick, der ebenso wie einge der gehaltenen Präsentationen auf der Internetseite des österreichischen Klimabündnisses heruntergeladen werden kann.
Das feministische Hintergrundpapier wurde gemeinsam von genanet und der AG Frauen im Forum Umwelt & Entwicklung erstellt. Es stellt einen ersten Versuch dar, die Debatten über Klimagerechtigkeit und Geschlechtergerechtigkeit anzuregen und fundierter zu führen. Das Papier befasst sich im ersten Teil mit der Frage der Definition von Gerechtigkeit, im zweiten Teil mit den ökonomischen Theorien aus feministischer Perspektive und schließlich mit den androzentischen Grundlagen von Planung und gesellschaftlicher Gestaltung. Es ist in deutsch, englisch und spanisch erhältlich.
Ende dieses Jahres wird sich die Welt in Cancún (Mexiko) versammeln, um einen erneuten Anlauf für ein neues globales Klimaabkommen zu wagen. Wie wichtig, aber auch wie schwierig es ist, Geschlechtergerechtigkeit (Genderaspekte) in die Klimapolitik und vor allem die UN-Klimakonferenzen mit einzubringen, berichtete Ulrike Röhr, Mitarbeiterin von „genanet“ (Berliner Koordinations- und Servicestelle für den Themenbereich Geschlechtergerechtigkeit, Umwelt und Nachhaltigkeit) im August 2010 im gut besuchten Koblenzer Rathaus.
genanet und WOMNET haben gemeinsam im Herbst 2008 die zu einerr Tagung einladen, bei der im Vorfeld der 14. UN-Klimakonferenz über Ursachen und Auswirkungen des Klimawandels, ober vor allem über Gerechtigkeitskonzepte und Fallbeispiele aus aller Welt diskutier t wurde. Für die Tagung wurde eine Liste mit Ressourcen zum Weiterlesen zusammengestellt. Die Powerpoint-Präsentationen sind ebenfalls verfügbar.
Für Mitte November 2010 ist eine weitere gemeinsame Tagung geplant, die über die aktuellen Entwicklung informiert und diskutiert, wie auf nationaler und lokaler Ebene der (geschlechtergerechte) Klimaschutz vorangetrieben werden kann - auch wenn die schwierigen UN-Verhandlungen zu scheitern drohen oder sich zumindest verzägern.
Im Rahmen der 52. Sitzung der UN-Kommission für die Rechtsstellung der Frau (CSW) fand am 28. Februar 2008 ein öffentliches Expertengespräch zu Genderperspektiven auf den internationalen Klimaschutz statt. Im Anschluss an die Ausführungen der fünf Expertinnen, darunter Minu Hemmati für gendercc, wurden die Beiträge von RegierungsvertreterInnen aus über 20 Ländern diskutiert. Das Protokoll fasst die angesprochenen Themenbereiche zusammen. Auf der Website der CSW stehen zusätzlich die Hintergrundpapiere der Expertinnen zum Download bereit.