
Sitemap | Kontakt | Impressum | Newsletter | E-Mail
AKTUELLES | NEWS
GENANEWS MAI/JUNI 2013 ERSCHIENEN
Der aktuelle Newsletter informiert wie immer über die Aktivitäten von genanet sowie über Gender und Umweltaktivitäten anderer Organisationen und ExpertInnen, berichtet über neue...
FRAUENUNTERNEHMEN GREEN ECONOMY
In Kooperation mit der WeiberWirtschaft eG soll das neue genanet-Projekt Wege für Frauenunternehmen zu einem umweltschonenden und sozial gerechten Wirtschaften aufzeigen. Es startet...
NICHT EINFACH GRÜNER, SONDERN ANDERS
"Auf dem Weg in eine ressourcenschonende und gerechte Gesellschaft" lautet der Untertitel der Broschüre, mit dem das Projekt Green Economy Gender_Gerecht nicht nur seine Ergebnisse...
Das Forum Umwelt Entwicklung fragt in Ausgabe 4/2010 seines Rundbriefs "Wo – bitte – geht’s zur Postwachstumsgesellschaft?". Elisabeth Stiefel untersucht in dem Artikel, ob die Versprechen der Rio-Agenda eingelöst worden sind.
"Kaum jemand erinnert sich heute noch an die Frauenkonferenz 1991 in Miami, die mit einer „Agenda 21 der Frauen“ in eine Richtung wies, die sich vom Trend des globalen Markts deutlich unterschied. Sie distanzierte sich von Wirtschaftsmodellen, die nicht nur die Natur, sondern auch die Lebenswelten von Frauen und Kindern ignorierten. Die Frauen forderten mit Nachdruck die Berücksichtigung ihrer Aufgaben in Haushalt und Familie, in Nachbarschaften und kleinen Landwirtschaften bei der Entwicklung von Konzepten der Nachhaltigkeit." Sie stellt anlässlich der aktuellen Debatte um die Krise der Care-Ökonomie fest, dass hier weiterhin großer Handlugnsbedarf besteht.
Der komplette Rundbrief steht zum Download (5 MB) bereit.
Die Zeitschrift Ecopsychology hat im September eine Ausgabe mit dem Titel A Special Issue on Women and the Natural World veröffentlicht. Neun Artikel von AutorInnen verschiedener Disziplinen behandeln die Schnittstellen zwischen Umweltthemen und psychischer Gesundheit und Ermächtigung von Frauen. Die Ausgabe beinhaltet des Weiteren ein Interview mit Susan Griffin, Autorin von Woman and Nature: The Roaring Inside Her, und zwei Vorstellungen der Bücher Nature Ethics von Marti Kheel und I Want to Be Left Behind: Finding Rapture Here on Earth von Brenda Peterson.
Leider steht das Magazin nicht kostenfrei zur Verfügung, doch die Titel und Abstracts der Artikel sowie die Möglichkeit zum kostenpflichtigen download finden Sie hier.
Ab sofort gibt es ein neue Internetplatform zum Wissen über Frauen-Empowerment, Geschlechtergerechtigkeit, Städtebau- und Gemeinwesenentwicklung. Auf der Seite „Women and Human Settlements: A Global Exchange Space“ können Fragen gestellt, Veranstaltungen beworben, persönliche Erfahrungen veröffentlicht und globale Unterstützung für lokale Themen erbeten werden. Durch Blogs und Diskussionsforen ermöglicht das Internetportal Netzwerk- und Unterstützungsarbeit zwischen den Mitgliedern. Viele AkteurInnen sollen über diese Plattform zusammengebracht werden und einzigartige Ressourcen von Frauengruppen – seien es NGOs oder Basisorganisationen – verbeitet werden.
„Women and Human Settlements“ ist ein Projekt von The Huairou Commission, in Zusammenarbeit mit UN-HABITAT.
Im Januar 2010 wurde das Working Paper Moving beyond gender differences in research on sustainable consumption veröffentlicht. Mit diesem Paper zielen die AutorInnen darauf ab, nicht nur Geschlechterunterschiede, sondern auch Geschlechterverhältnisse und -normen in die Analyse von Kaufverhalten ein zu beziehen. Der Meinung der AutorInnen nach wurde das Thema Gender und nachhaltiger Konsum bisher nicht nur wenig, sondern auch mit einem eingeschränkten Blick bearbeitet. Sie beziehen daher ganz bewusst Geschlechterverhältnisse und –normen in ihre Forschung ein und lassen somit einen Denkansatz hinter sich, der Gender bloß als individuelle Unterschiede zwischen Frauen und Männern begreift. Für die Analyse von nachhaltigen Konsummustern ist die Unterscheidung von Männern und Frauen in manchen Fällen nämlich nur dann aussagekräftig, wenn sie mit anderen sozio-demographischen Variablen, z.B. einem Migrationshintergrund, Elternschaft etc., kombiniert werden.
In ihrer Untersuchung wurde das Sample daher nicht nur nach Geschlecht aufgeteilt, sondern in Männer und Frauen unter und über 45 Jahre, mit und ohne Kinder und in erwerbslose oder erwerbstätige. Die Untersuchung befragte 151 Personen, die kurz vor einem Kauf einer neuen Waschmaschine standen, nach Kriterien, nach welchen sie ihr zukünftiges Modell wählten. Ein Ergebnis war, dass 78% der Frauen unter 45 mit Kindern und nur 71% Frauen unter 45 ohne Kinder sich für eine umweltfreundliche Waschmaschine entschieden. Unter den erwerbslosen Frauen wählten 79% eine umweltfreundliche Waschmaschine, jedoch von den Frauen in bezahlten Beschäftigungsverhältnissen lediglich 73%. Die AutorInnen teilen ihr Sample daher nicht in Frauen und Männer auf, sondern in Personen mit einem typisch maskulinen Lebensstil (Männer, Frauen ohne Verantwortung für Kinder und Frauen mit bezahlter Arbeit) und in Personen mit einem typisch femininen Lebensstil (Mütter und Frauen und bezahlte Arbeit). Die erste Gruppe hat in Bezug auf den Kauf einer neuen Waschmaschine eher eine preisorientierte, technologische und die zweite Gruppe eher eine markenorientierte, ökologische Haltung.
Die Untersuchung fand im Rahmen des Forschungsprojekts Soziale, ökologische und ökonomische Dimensionen eines nachhaltigen Energiekonsums in Wohngebäuden statt, ein Projekt, das einen Beitrag zur Erforschung des Verbraucherverhaltens beim Energiekonsum leisten möchte. Ein Ziel des Projektes ist es, Barrieren zu identifizieren, die einer stärkeren Verbreitung von erneuerbaren Energieträgern und einer nachhaltigen Energienutzung im Wege stehen. Auch die Rolle der Geschlechterverhältnisse bei solchen Entscheidungen soll hierbei untersucht werden.
Vom 03. bis 14. Mai tagte zum 18. Mal die Kommission für Nachhaltige Entwicklung (CSD) in New York. Die Kommission wurde im Anschluss an den Erdgipfel (UNCED) 1992 geschaffen, um die Umsetzung der Agenda 21 sowie der Rio Erklärung über Umwelt und Entwicklung zu überwachen. Außerdem soll sie Politikempfehlungen geben. Jeweils zwei Sitzungen hintereinander werden Unterthemen nachhaltiger Entwicklung intensiv diskutiert. 2010/2011 geht es um Transport, Chemikalien, Abfallmanagement, Bergbau und die Verabschiedung eines Zehnjahresprogramms zur Nachhaltigkeit von Produktion und Konsum.
Frauen waren als organisierte Interessengruppe auch in diesem Jahr sehr aktiv: Sie verwiesen auf die besondere Betroffenheit von Frauen in der Landwirtschaft durch mangelnden öffentlichen Transport, unterstrichen den Informationsmangel zur Gefährlichkeit und zum Umgang mit Chemikalien sowie die Stagnation der Verhandlungen zur Rotterdam Konvention, bemerkten, dass in Entwicklungsländern überwiegend Frauen und Kinder (gefährlichen) Abfall sortieren und betonten die hohen externen Kosten des Bergbaus und in dem Zusammenhang sehr geringe Einflussmöglichkeiten und Sicherheit von Frauen. Sie forderten, sich weltweit von einer Wirtschaft abzuwenden, die auf Schulden und übermäßigem Konsum beruht.
Eine Zusammenfassung der Frauenpositionen findet sich hier.
Aus einer geschlechtsspezifischen Sicht untersuchte das Institut für sozial-ökologische Forschung (ISOE) die Wirkung politischer Instrumente und Strategien zur Förderung nachhaltiger Konsummuster. Geschlechtergerechtigkeit wird von den VerfasserInnen als eine fundamentale Dimension für Nachhaltigkeit beschrieben, welche in das politische System der EU und anderer internationaler Institutionen bisher nicht ausreichend integriert ist. Um die Wissenslücke über die Wichtigkeit von Gender für Instrumente zur Förderung eines nachhaltigen Konsums zu schließen, beschreibt der Bericht Gender aspects of sustainable consumption strategies and instruments Unterschiede in den Kosummustern von Frauen und Männern, wobei der Schwerpunkt bei den Konsumfeldern der Ernährung und des Wohnens bzw. des Energieverbrauchs liegt.
Der Bericht wurde im Rahmen des Projektes EUPOPP – Policies to Promote Sustainable Consumption Patterns verfasst, an welchem sieben europäische Forschungsinstitutionen von 2008 bis 2011 arbeiten.
Die internationale Finanzkrise ist auch Symptom eines nicht nachhaltig wirtschaftenden Systems, dass sich alleine an ständigem Wachstum orientiert und in dem Produktion und Reproduktion ideologisch und organisatorisch getrennt werden. Statt eines Prinzips versorgenden und vorsorgenden Wirtschaftens zum Wohle der Bevölkerung dient die Ausbeutung der zur "Resource" degradierten Natur zur Erhaltung des kapitalistischen Systems. In Bezug auf die Lösungsvorschläge - etwa die Abwrackprämie - zeigen sich Analogien zur Klimakrise, die ebenfalls hauptsächlich systemimmanent bekämpft wird. Aus feministischer Perspektive ist daher ein grundsätzliches Umdenken gefragt. Ein solches will genanet mit den in loser Folge veröffentlichten "Feministischen Anmerkungen zur Finanzkrise" befördern, die Sie in unserem Infopool herunterladen können.
Die Bundesregierung hat Ende 2008 den 3. Fortschrittsbericht zur Nationalen Nachhaltigkeitsstrategie verabschiedet. Schwerpunkte sind Klima- und Energieeffizienz, Nachhaltige Rohstoffwirtschaft und demographischer Wandel. Ganz im Tenor der aktuellen gesellschaftlichen Debatten wird das Thema Geschlechtergerechtigkeit weitestgehend auf eine Frage von ungleichen Berufsschancen und Verdienstmöglichkeiten reduziert und nicht in seiner Spezifik als Querschnitttshema behandelt. Informationen der Bundesregierung zur NHS gibt es auf der Seite "Dialog Nachhaltigkeit".
Pia Paust-Lassen hat im Rahmen des Europäischen Netzwerks zur Nachhaltigkeitsstrategie ein Interventionspapier geschrieben, das sich mit der Strategie aus der Genderperspektive befasst und anregt, wie deren Integration verbessert werden könnte.
Genderaspekte werden bei der nationalen Nachhaltigkeitsstrategie nicht durchgängig berücksichtigt. genanet setzte sich deshalb beim ersten Forschrittsbericht dafür ein, dass Perspektiven der Geschlechtergerechtigkeit integriert wurden. Dazu wurden Positionspapiere erarbeitet und diskutiert, die bei den einzelnen Themen (z.B. Erneuerbare Energien, Klimaschutz, Flächenverbrauch, Landwirtschaft und Ernährung, demografischer Wandel...) und Zielen der Strategie deren Verknüpfungen mit Genderaspekten aufzeigen und den Fortschritt bewerten. Die Positionspapiere sind in der genanet Studie 1 zusammengefasst, die Stellungahme zum 1. Fortschrittsbericht ist ebenfalls noch verfügbar.
In Kooperation mit dem Frauennetzwerk Lokale Agenda 21 in Duisburg und gefördert vom Umweltministerium NRW haben Mitarbeiterinnen vom FrauenUmweltNetz (dem „Vorläufer“ von genanet ) die Studie "Indikatoren zur Geschlechtergerechtigkeit – das Beispiel Duisburg" erarbeitet. Neben einem allgemeinen Einführungsteil (Was sind Indikatoren, wo liegen ihre Grenzen, was sagen sie aus...) findet sich im zweiten Teil der Studie der Set an gleichstellungsrelevanten Indikatoren im Nachhaltigkeitsprozess, der für die Stadt ermittelt und erprobt wurde.