NEWSLETTER

genaNews August 2017

Liebe Leserinnen und Leser,

 

nach einer längeren Pause erscheint nun endlich wieder der Newsletter, mit dem wir wie üblich über neue Projekte aus der Gender und Umwelt/Nachhaltigkeit Community berichten, auf Ausschreibungen und Veröffentlichungen hinweisen und Veranstaltungen ankündigen. Wir wollten mit dem Versand nicht bis zum Ende der Ferienzeit warten, weil dann einige wichtige Termine verstreichen würden. So hoffen wir sehr, dass er nicht in der Mailflut, die Sie vermutlich nach Ihrem Urlaub bearbeiten müssen, versinkt.

 

Im vergangenen Newsletter haben wir das Forschungsprojekt „Gendergerechtigkeit als Beitrag zu einer erfolgreichen Klimapolitik“ vorgestellt. Erste Ergebnisse einer umfangreichen Literaturanalyse zu den unterschiedlichen Themenfeldern im Schnittfeld von Gender und Klimawandel liegen nun vor und werden in Kürze auf unserer Webseite sowie auf der entsprechenden Projektseite von GenderCC veröffentlicht. Weitere Ergebnisse, vor allem zum Gender Impact Assessment, werden voraussichtlich bei einer Veranstaltung auf der Klimakonferenz in Bonn im November sowie auf einer Tagung des Umweltbundesamtes (siehe Veranstaltungen) vorgestellt.

 

Zwischenzeitlich gibt es eine neue Ausschreibung des UBA für ein Forschungsprojekt zu den interdependenten Genderaspekten der Bedürfnisfelder Mobilität, Konsum, Ernährung und Wohnen und deren Wirkungen auf den urbanen Umweltschutz, auf die wir unten ausdrücklich hinweisen.

 

Wir wünschen weiterhin einen schönen, vielleicht etwas weniger regenreichen Sommer und viel Vergnügen beim Lesen. Wie immer freuen wir uns über Ihre Rückmeldungen!

 

Ulrike Röhr & Lisa Göldner

Inhalt

Aktuelle Ausschreibung zum Gender Mainstreaming für eine effektivere urbane Umweltforschung


Neues vom GeNaWerk


Expert*innenworkshop zu Gender im Masterplan Klima der Stadt Potsdam

 

Ausblick auf die Klimakonferenz in Bonn

 

Caring for natures? Neues Forschungsvorhaben zu Geschlechterperspektiven auf (Vor)Sorge im Umgang mit ‚Natur/en'

 

Start eines neuen Projektes zu Gender und Chemikalien

 

Klare Kante gegen #Automachos

 

Chancengerechtigkeit in der Energiebranche

 

Umweltbewusstseinsstudie 2016


Leaders' Pledge für mehr Frauen in der Erneuerbaren Energien Branche

 

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Veranstaltungen

 

Impressum

 

An- und Abmeldung Newsletter

Aktuelle Ausschreibung zum Gender Mainstreaming für eine effektivere urbane Umweltforschung

Das Umweltbundesamt schreibt aktuell eine Vorlaufforschung aus zum Thema „Interdependente Genderaspekte der Bedürfnisfelder Mobilität, Konsum, Ernährung und Wohnen als Grundlage des urbanen Umweltschutzes“. Mit der Vorlaufforschung sollen Handlungsfelder systematisch identifiziert und die Gründe für ggf. genderdisparates Umweltverhalten erläutert werden. Das Vorhaben zielt auf die Ideengenerierung für zukünftige Forschung, planerische Prozesse, Gestaltung von Programmen und andere effektive Maßnahmen zur Förderung nachhaltiger städtischer Lebensstile und Infrastrukturen. Es soll Forschungslücken bezüglich der Genderaspekte in den genannten Bedürfnisfeldern spezifisch für urbane Räume (im Vergleich mit dem ländlichen Raum) aufdecken und innovative Forschungsmethoden und transdisziplinäre Zugänge vorschlagen. Angebote können bis 5. September 2017 eingereicht werden.

Die Ausschreibung finden Sie hier, wo Sie auch die weiteren Unterlagen inklusive einer detaillierten Leistungsbeschreibung anfordern können.

Neues vom GeNaWerk

Im März diesen Jahres traf sich das GeNaWerk – Netzwerk Gender & Nachhaltigkeit in gemütlicher Atmosphäre in Norddeutschland zu einem Netzwerkwochenende. Im Mittelpunkt des Treffens stand die Weiterentwicklung und Verstetigung des GeNaWerks und die Entwicklung von Ideen für gemeinsame Aktivitäten und bessere Öffentlichkeitswirksamkeit. Unter anderem sind gemeinsame Workshops beispielsweise bei der MitmachKonferenz „Für den Wandel sorgen“ in Planung. Das Netzwerkwochenende bot außerdem Raum, die Forschungsvorhaben einzelner Mitglieder vorzustellen und gemeinsam zu diskutieren.

Weitere Informationen zum GeNaWerk finden Sie hier.

Expert*innenworkshop zu Gender im Masterplan Klima der Stadt Potsdam

Die Landeshauptstadt Potsdam erarbeitet aktuell den Masterplan 100% Klimaschutz 2050, der bis Ende August 2017 vorliegen soll. Durch gezielte Maßnahmen wie Gebäudesanierungen, Umsatteln der Energieversorgung auf erneuerbare Energien und die Förderung umweltbewussten Verhaltens sollen so die Treibhausgasemissionen der Stadt Potsdam bis 2050 um 95% im Vergleich zu 1990 gesenkt werden. Was den Masterplan Klima der Stadt Potsdam jedoch besonders auszeichnet ist, dass bei den Maßnahmen auch Genderaspekte in den Blick genommen werden.

Am 17. März fand unter dem Titel „Geschlechtergerechtigkeit und Klimaschutz in Potsdam“ ein Expert*innenworkshop zum Thema statt. Nach einer Einführung in die Thematik wurde schwerpunktmäßig über Probleme und mögliche Maßnahmen in den Sektoren Verkehr sowie private Haushalte/Konsum diskutiert. Abschließend wurden Folgerungen für den Partizipationsprozess des Masterplans in Potsdam gezogen. Als Erfolg kann gelten, dass es gelungen war, die Gender- und die Klima-„Community“ Potsdams, die bis dato wenig miteinander zu tun hatten, erstmals zusammen zu bringen.

Weitere Informationen zum Potsdamer Masterplan 100% Klimaschutz 2015 finden Sie hier.

Ausblick auf die Klimakonferenz in Bonn

Vom 6. bis 17. November 2017 finden wieder die alljährlichen UN-Klimaverhandlungen statt. Dieses Mal unter der Präsidentschaft der Fidschi-Inseln, aber aus logistischen Gründen in Bonn. Es sind zahlreiche Aktivitäten in Planung, bei denen auch die Genderaspekte der Klimakrise thematisiert werden. Auf folgende Termine wollen wir Sie besonders hinweisen:

2. bis 4. November: Conference of Youth (COY13)

3. bis 7. November: People’s Climate Summit

4. November: Großdemonstration für Klimagerechtigkeit

Weitere Informationen zu diesen Veranstaltungen und speziell zu Workshops mit Genderbezug finden Sie, sobald verfügbar, auf unserer Webseite.

Bei den Klimaverhandlungen gibt es aktuell eine interessante Entwicklung, die wir als Genderorganisation sehr begrüßen: Es soll ein so genannter Gender-Aktionsplan (Gender Action Plan) für den UNFCCC Prozess erarbeitet werden, der zum Ziel hat, entsprechend der bereits erzielten Genderbeschlüsse die Partizipation von Frauen im internationalen Klimaprozess und die Integration von Genderaspekten in alle Bereiche der Klimapolitik voranzutreiben. Im Mai wurden bei den Zwischenverhandlungen in Bonn bei einem In-Session Workshop bereits erste Bausteine für den Gender-Aktionsplan erarbeitet. Alle Präsentationen und einen Bericht über die Ergebnisse dieses Workshops finden Sie hier. Im September wird ein weiteres Treffen in Ottawa, Kanada stattfinden, um den Gender-Aktionsplan weiter auszuarbeiten, damit er dann im November bei der Klimakonferenz finalisiert und von der Staatengemeinschaft verabschiedet werden kann. genanet wird auch dieses Jahr wieder bei der Klimakonferenz vor Ort vertreten sein und über Entwicklungen und Beschlüsse insbesondere zu Gender berichten.

Caring for natures? Neues Forschungsvorhaben zu Geschlechterperspektiven auf (Vor)Sorge im Umgang mit ‚Natur/en’

Die Leibniz Universität Hannover, die Leuphana Universität Lüneburg und das Institut für Diversity, Natur, Gender, Nachhaltigkeit (diversu e.V.) haben ein neues Forschungsvorhaben im Rahmen des Programms „Geschlecht – Macht – Wissen. Genderforschung in Niedersachsen“ des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur gestartet.

Unter der Überschrift „Caring for natures? Geschlechterperspektiven auf (Vor)Sorge im Umgang mit ‚Natur/en’“ setzt das Konsortium in macht- und herrschaftskritischer Perspektive an den theoretischen und gegenstandsbezogenen blinden Flecken der Care-Debatten an. Es wird der Frage nachgegangen, ob und wie die vornehmlich sozialwissenschaftlichen Zugänge zu Care, die auf die Analyse von Mensch-Mensch-Beziehungen ausgerichtet sind, eine Erweiterung auf den Gegenstandbereich Natur/en ermöglichen. Die Perspektiverweiterung von Sorge auf Vorsorge bildet einen zentralen Zugang im Forschungsvorhaben. Ziel ist es, die macht- und herrschaftskritische Perspektive der Geschlechterforschung auf Debatten zu Care bzw. Fürsorge um ein Konzept der Vorsorge für naturbezogene Handlungsbereiche zu erweitern.

Voraussichtliche Laufzeit des Projektes ist Februar 2017 bis Januar 2020. Wir sind gespannt auf erste Zwischenergebnisse!

Weitere Informationen zum Projekt

Start eines neuen Projektes zu Gender und Chemikalien

Das MSP Institute e.V. - Multi-Stakeholder Processes for Sustainable Development hat im Mai das Vorhaben „Gender and Chemicals Project: Issues, Stakeholders, Strategies“ gestartet, das sich mit den Genderaspekten von Chemikalien bzw. dem Management von Chemikalien und Abfällen befasst. Von Mai bis Dezember 2017 sollen in diesem Rahmen Strategien entwickelt werden, wie Genderaspekte besser in internationale Beschlüsse zum Chemikalien- und Abfallmanagement integriert und bei deren Umsetzung berücksichtigt werden können und wie die Beteiligung von Frauen- und Genderorganisationen an der ‚Strategischen Initiative für das internationale Chemiemanagement‘ (Strategic Approach to International Chemical Management SAICM) gestärkt werden kann.

Weitere Informationen zum Projekt

Klare Kante gegen #Automachos

In einer aktuellen Kampagne thematisieren Aktivist*innen des Berliner Volksentscheids Fahrrad, dass tagtäglich viele Radfahrerinnen im Straßenverkehr herabwürdigenden Beleidigungen und Aggressivität durch „Automachos“ ausgesetzt sind. Die Initiative für die Kampagne kommt von den Frauen innerhalb des Volksentscheids Fahrrad, die sich in den vergangenen Monaten verstärkt mit den Genderdimensionen von Verkehrsplanung und -politik beschäftigt hatten. Mit einer Petition fordern sie die Berliner Spitzenpolitiker*innen auf, eindeutig Stellung gegen aggressive und oft sexistische „Automachos“ zu beziehen und durch eine zügige Verabschiedung und Umsetzung des neuen Berliner RadGesetzes, mit geschützten Radwegen und durch faire Flächenverteilung dazu beizutragen, Konfliktsituationen zu entschärfen und für mehr Sicherheit von Frauen im Straßenverkehr zu sorgen. Als Hintergrundinformation haben die Initiator*innen ein Factsheet mit Fakten, Quellen und Links zur Spezies der „Automachos“ erstellt.

Ein Kommentator der taz fragt aber treffend, wieso der Aufruf eigentlich nur von den „Frauen des Volksentscheids Fahrrad“ stammt und kritisiert, dass sowohl Fahrrad-Aktivismus als auch Verkehrspolitik auffallend stark von Männern dominiert sind. Den Fahrradaktivistinnen bleibt somit „nur“ die Betätigung mit vermeintlich frauenspezifischen Themen wie Sexismus im Straßenverkehr. Nichtsdestotrotz ist die Auseinandersetzung mit den Genderdimensionen keine Selbstverständlichkeit unter Radaktivist*innen und in Initiativen, die sich für nachhaltige Mobilität einsetzen. Weiter so – vielleicht mit einer Auseinandersetzung mit den Fahrradmachos. Auch die gibt es leider zur Genüge.

Weitere Informationen

Chancengleichheit in der Energiebranche

Unternehmen aus dem Bereich der erneuerbaren Energien sprechen deutlich mehr Frauen und junge Mitarbeitende an, als die klassische Energiewirtschaft in Österreich. Zu dem Schluss kommt eine Studie der Österreichischen Gesellschaft für Umwelt und Technik (ÖGUT), die bereits im August 2016 veröffentlicht wurde. Ein möglicher Grund dafür liegt bei der besseren Work Life Balance. Während die Anwesenheit der Mitarbeitenden bei der klassischen Energiewirtschaft eine wesentliche Rolle spielt, dominieren in der Branche der erneuerbaren Energien variable Arbeitsmodelle. Die Unternehmen selbst sehen jedoch den Grund für den teils niedrigen Frauenanteil vorwiegend darin, dass es an Frauen mit passender Qualifikation fehlt. Die ausführlichen Studienergebnisse finden Sie hier.

Mit der Chancengerechtigkeit in der Energiebranche hat sich auch das Projekt „Gender in der Energietechnik“ des Steinbeis-Europa-Zentrums befasst. Dabei ging es sowohl um die Teilhabe und Stärkung der Rolle von Frauen in der Forschung und Entwicklung, die Integration von Gender als Querschnittsthema in Forschungs- und Entwicklungsprojekten als auch um die bessere Nutzung des Innovationspotentials von Frauen zur marktgerechten Entwicklung und im Technologietransfer. Der Abschlussbericht des Projektes ist für den August angekündigt. Mehr über das Projekt erfahren Sie hier.

Umweltbewusstseinsstudie 2016

Im März 2017 veröffentlichten das Umweltbundesamt und das Bundesumweltministerium die Ergebnisse der repräsentativen Umfrage Umweltbewusstsein in Deutschland 2016. Insgesamt zeigt die Studie, dass Umwelt- und Klimaschutz aus Sicht der Befragten nach wie vor zu den zentralen gesellschaftlichen Herausforderungen gehören. Obwohl andere Themen enorm an Brisanz zugenommen haben, sind Umwelt- und Klimaschutz stabil im Mittelfeld der Problemwahrnehmung geblieben. Die Befragten waren mehrheitlich der Meinung, dass bisher zu wenig für die Erreichung umwelt- und klimapolitischer Ziele getan wird. 61% sind der Meinung, dass Marktmechanismen allein nicht ausreichen, um die erforderlichen Veränderungen zu erreichen und 91% sprachen sich dafür aus Wirtschaft und Märkte stärker zu regulieren. Ein Großteil der Bürger*innen sieht jedoch in der Erreichung sozialpolitischer Ziele und der Umsetzung von Umwelt- und Klimapolitik nach wie vor einen Zielkonflikt.

Die Studie bestätigt außerdem erneut bekannte Unterschiede im Umweltbewusstsein und der Intention ressourcenschonend zu konsumieren zwischen weiblichen und männlichen Befragten. Im Themenfeld Mobilität wurde beispielsweise sichtbar, dass im Durchschnitt mehr Männer (72%) als Frauen (67%) täglich oder mehrmals wöchentlich mit dem Auto fahren. Dieser Unterschied lässt sich hier vor allem auf die Altersgruppe ab 50 Jahren zurückführen, in der deutlich mehr Männer als Frauen Auto fahren. Generell benutzen Frauen häufiger den Öffentlichen Nahverkehr, das Fahrrad oder gehen zu Fuß, um sich fortzubewegen. Umstrittenen verkehrspolitischen Maßnahmen wie einem Tempolimit stehen Männer durchgehend ablehnender gegenüber als Frauen. Grund für Optimismus gibt die Beobachtung, dass bei den Befragten eine gewisse Bereitschaft zum Mobilitätswandel besteht, Voraussetzung sind eine Verbesserung der Infrastruktur für Fußgänger*innen und Radfahrer*innen sowie der Anbindungen und Preisgestaltung öffentlicher Verkehrsmittel.

Die gesamte Studie finden Sie hier.

Leaders’ Pledge für mehr Frauen in der Erneuerbare Energien Branche

Die australische Organisation Women in Renewables ruft aktuell Menschen in Führungspositionen der Erneuerbaren Energien Branche dazu auf, einen so genannten „Leaders‘ Pledge“ zu unterzeichnen und dadurch das Versprechen zu geben, sich aktiv für eine inklusive, geschlechtergerechte Branche einzusetzen.

Die Unterzeichner*innen versprechen, in ihrer jeweiligen Leitungsposition Vorbild für inklusives Verhalten zu sein, keine Einladungen zu Veranstaltungen und Diskussionsrunden anzunehmen, zu denen nicht auch Frauen eingeladen wurden und die Leistungen von Frauen im eigenen beruflichen Umfeld besonders hervorzuheben, um dadurch ihre Erfolge besser sichtbar zu machen und ihr berufliches Weiterkommen zu fördern.

Eine interessante Initiative, die so manche Männer in Führungspositionen vielleicht zum Nachdenken über die eigenen Handlungsmöglichkeiten anregt. Ob solche Versprechungen tatsächlich wirksam sind, steht allerdings in den Sternen.

Den gesamten Pledge können Sie hier lesen.

Zum Weiterlesen

(Bio-)Diversität, Geschlecht und Intersektionalität

Freiburger Zeitschrift für GeschlechterStudien, Jg. 22, Nr. 2 (2016)

Die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift widmet sich den Verschränkungen von (Bio-)Diversität, Geschlecht únd Intersektionalität. Unter anderem enthält sie einen Aufsatz von Anna Kaijser und Annica Kronsell zur Frage „Who gets to know about nature? Biodiversity and ecosystem services through an intersectional lens“. Alle Beiträge sind hier online verfügbar. 

 

Climate Change and Gender in Rich Countries. Work, public policy and action

Herausgegeben von Marjorie Griffin Cohen (2017)

Das Buch wirft einen Blick auf die Verschränkungen von Gender und Klimawandel speziell in Ländern des Globalen Nordens. Mehr 

 

Postwachstum, FürSorgearbeit, Geschlecht – Pflegen/Sorgen zum Wandel

Von Mike Korsonewski (2017, Feministische-Geo Rundmail, Gendered Economic Practices, Nr. 70, Januar 2017, S. 13-16

Der Artikel basiert auf der Masterarbeit von Mike Korsonewski, Gründungsmitglied des GeNaWerks, und beschäftigt sich mit der Frage, was geschlechtergerechte FürSorge und Pflege ist und wie sie in einer sozial gerechten Postwachstumsgesellschaft gestaltet werden könnte. Der Artikel ist hier online verfügbar.

Zum Anhören

Am 14. Mai 2017 war Lisa Göldner, die als studentische Mitarbeiterin für genanet und GenderCC – Women for Climate Justice tätig ist, in das Ecomondo Umweltmagazin des Radiosenders multicult.fm eingeladen. Im Interview spricht sie über die Genderdimensionen der globalen Klimakrise und darüber, weshalb Klimapolitik geschlechtergerecht gestaltet sein muss und wie das gelingen kann. Das Interview können Sie hier auf Soundcloud (ab Minute 14:35) nachhören.

Zum Ansehen

Im August erscheint eine aktualisierte Auflage des Buches „Ecofeminism as Politics. Nature, Marx and the Postmodern” von Ariel Salleh, in dem sie die Notwendigkeit herausarbeitet Kämpfe für Umweltschutz und Nachhaltigkeit, für Feminismus und Sozialismus zusammenzudenken. Am 7. Juni war Ariel Salleh zu Gast bei der Rosa-Luxemburg-Stiftung, um die Neuauflage ihres Buches vorzustellen und zu diskutieren. Ein Video der Veranstaltung (auf Englisch) ist hier verfügbar.

Veranstaltungen

Global Caring - Sorge für die Welt

Wann: 06. bis 07. Oktober 2017

Wo: Seidlvilla, Nikolaiplatz 1b, 80802 München

Der Klimawandel als Teil der vielfältigen globalen Krisen braucht Zukunftsentwürfe jenseits ausgetretener Pfade. Unter der Perspektive der „guten Sorge“ stellen sich die grundlegenden Fragen nach der Erhaltung von Leben und seiner sozialen und ökologischen Einbettung. Beiträge der feministischen Theorie und Praxis zeigen, wie Care, Nachhaltigkeit, Wirtschaft und Demokratie zusammenzudenken sind und wie eine Transformation der multiplen Ungleichheitsverhältnisse hin zu einer (vor)sorgenden Gesellschaft aussehen kann. Bei einem „Gerechtigkeitsfrühstück“ soll der Zusammenhang von Geschlechtergerechtigkeit und Nachhaltigkeit für die gesellschaftspolitische Praxis weiter ausgelotet werden.

Die Tagung findet im Rahmen des 11. Münchner Klimaherbstes statt und ist eine Kooperation von FAM Frauenakademie München e.V. und AG Nachhaltiges Wirtschaften und soziale Nachhaltigkeit des BenE München e.V.

Weitere Informationen

 

Engendering Environment. Gender Mainstreaming und Gender Impact Assessment in Umwelt- und Gesundheitsschutz

Wann: 16. Oktober 2017

Wo: Bundespresseamt, Presse- und Besucherzentrum Reichstagufer 14, 10117 Berlin

Das Umweltbundesamt lädt ein zu einer Bestandsaufnahme und zur Diskussion über Zukunftsvisionen für Gender Mainstreaming und seine Instrumente am Beispiel der umwelt- und gesundheitsbezogenen Forschung, Politikberatung und der Bundesverwaltung. Die Konferenz widmet sich dem internationalen Austausch über die Umsetzungserfahrungen im Wissenschafts-Praxis-Abgleich von und mit Gender Mainstreaming. Sie sucht nach dem Mehrwert und ermöglichenden Bedingungen für den Einsatz von Gender Impact Assessment im Umwelt- und Gesundheitsbereich. Sie fragt danach, welches Wissen erforderlich ist, um exzellente Umwelt- und umweltbezogene Gesundheitsforschung zu machen? Welche innovativen Formen von umweltbezogener Politikberatung sind nötig, um die Geschlechterperspektive nutzbringend für Bürgerinnen und Bürger einzubringen? Wie blicken Bundesverwaltung, die universitäre und freie Forschung sowie Zivilgesellschaft im Umweltbereich heute auf eine mit großen Hoffnungen gestartete Strategie? Wohin sollten sich Gender Mainstreaming und Gender Impact Assessment in Deutschland, eingebettet in ein europäisches Rahmenwerk und internationale Forschungsergebnisse, entwickeln? Und welchen Beitrag können die einzelnen Akteure und Akteurinnen dazu leisten?

Weitere Informationen

 

Weitere Veranstaltungen finden Sie hier.

Impressum

genanet - Leitstelle Gender, Umwelt, Nachhaltigkeit

c/o GenderCC - Women for Climate Justice e.V.

Anklamer Str. 38

10115 Berlin

Redaktion: Ulrike Röhr & Lisa Göldner

leitstelle@genanet.de

www.genanet.de

 

Quellen der verwendeten Bilder in chronologischer Reihenfolge:

Aktuelle Ausschreibung: © Gotelind Alber

Neues vom GeNaWerk: © GeNaWerk

Expert*innenworkshop Potsdam: © Ulf Böttcher

Ausblick auf die Klimakonferenz: © UNFCCC

Caring for natures?: © Brian Jackson_fotolia.com

Projekt Gender und Chemikalien: © Carsten Böttcher_pixelio.de

Klare Kante gegen Automachos: © Jens Büttner_dpa

Chancengleichheit in der Energiebranche: © LIFE e.V.

Umweltbewusstseinsstudie 2016: © UBA

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