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FRAUENUNTERNEHMEN GREEN ECONOMY

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NICHT EINFACH GRÜNER, SONDERN ANDERS

"Auf dem Weg in eine ressourcenschonende und gerechte Gesellschaft" lautet der Untertitel der Broschüre, mit dem das Projekt Green Economy Gender_Gerecht nicht nur seine Ergebnisse...

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Gender | Umwelt | Nachhaltigkeit






 

ARCHIV UN-KLIMA


Frauen-/ Genderaktivitäten bei der UNFCCC COP 14 in Posen

Vom 1. bis 13.12.2008 fand in Posen die 14. Vertragsstaatenkonferenz (COP14) zur Klimarahmenkonvention statt. genanet hat in Kooperation mit GenderCC - Women for Climate Justice ein umfangreiches Programm vorbereitet - unter anderem eine ganztägige internationale Konferenz, verschiedene Side Events sowie Poster-Präsentationen. Unser Ausstellungstand war ebenso gut besucht wie die täglichen Treffen des von GenderCC organisierten Women's Caucus und die GenderCC-Pressekonferenz, vor der mit einer "Gender Procession" quer durchs Konferenzzentrum dem Thema Gender & Klimaschutz viel Aufmerksamkeit bescherten. Auch die vor Ort erdachte Aktion  "Emissions down - Women's rights up" war lautstark und erfolgreich!

In Reaktion auf die Diskussionen um den REDD-Mechanismus (Reducing Emissions from Deforestation and Degradation) hat GenderCC eine Stellungnahme abgegeben, in der der mangelnde Einbezug von nicht-marktbasiertem Waldschutz durch Indigene, insbesondere Frauen, kritisiert wird.

Beim Abschlussplenum intervenierte Svitlana Slesarenok vom Black Sea Women's Club im Namen des Women's Caucus mit einer scharfen Kritik an Vorhaben, Nuklearenergie in die Emmissionshandels-Instrumente CDM und JI zu integrieren. Weitere Berichte von den Ereignissen in Poznan, Präsentationen, Fotos und Videostreams finden sich auf der GenderCC-Webseite.


Frauen-/ Genderaktivitäten bei der UNFCCC COP 13 in Bali

COP13 in Bali: aus der Genderperspektive konnte ein signifikanter Durchbruch erzielt werden. Zum ersten Mal in der Geschichte der UN-Klimakonferenzen hat sich ein weltweites Netzwerk von Genderexpertinnen und -aktivistinnen gebildet: GenderCC - Women for Climate Justice. Das Netzwerk hat mehrere Positionspapiere veröffentlicht, die den Zusammenhang zwischen dem Klimawandel und der Geschlechterfrage verdeutlichen. Daneben baten viele andere Institutionen Aktivitäten zum Thema Gender an. Sie stießen auf breites Interesse, ein wachsendes Genderbewusstsein und eine zunehmende Bereitschaft, sich dem Gender Mainstreaming zu verpflichten.
Eine Auswertung der Frauenaktivitäten bei der COP13/CMP3 sowie der vollständige Bericht über die Aktivitäten finden sich - in englischer Sprache – auf www.gendercc.net und Fotos gibt es hier. Daneben ist der Vorabdruck eines Beitrags zur Beteiligung von Frauenorganisationen und zum Gender Mainstreaming bei den Klimaverhandlungen in dem Buch „Global warming and Climate Change: Kyoto ten years and Still Counting“ verfügbar. Es erschien im Frühjahr 2008 und wird herausgegeben von Velma Grovers. Die Aktivitäten von GenderCC basieren auf einer Strategie, die von Minu Hemmati bereits Ende 2004 für genanet entwickelt wurde: "Gender & Climate Change: Issues, Entry Points and Strategies for the Post-2012 Process and Beyond".

Pressekonferenz: gendercc - Women's Milestones for the Bali Roadmap
Das internationale Netzwerk GenderCC - Women for Climate Justice hat am 7. Dezember eine Pressekonferenz im BICC abgehalten. Die Presseerklärung ist auf deutsch erhältlich, weitere Informationen nur auf englisch.

Positionspapiere
Das internationale Netzwerk GenderCC - Women for Climate Justice hat im Vorfeld der UN Klimakonferenz Positionspapiere gemeinsam mit PartnerInnen und Genderorganisationen vorbereitet. Bei den täglichen Treffen der Gender/Frauengruppen auf der Klimakonferenz wurden die Positionen überarbeitet und endgültig abgestimmt. Sie wurden am 10.12.07 mit VertreterInnen der Delegationen und des Klimasekretariats diskutiert. Anwesend waren dabei unter anderem auch die Ministerin für Frauen der Republik Indonesien, Meutia Hatta-Swasono, die stellvertretende südafrikanische Umweltministerin sowie die Umweltministern von Fidji.
Anlässlich des Vorschlags der japanischen Delegation Atomenergie für CDM-Projekte anzuerkennen, wurde von WECF und gendercc ein weiteres Positionspapier zu Atomenergie erarbeitet. Alle Positionspapiere stehen in englischer Sprache zum Download bereit.


Frauen-/ Genderaktivitäten bei der UNFCCC COP 12 in Nairobi (2006)

Annabell Waititu, Kenia, gab am letzten Tag der UN-Klimakonferenz im Namen von genanet/LIFE e.V. ein Statement im Plenum ab. Das Statement hob die Auswirkungen des Klimawandels auf Frauen in Afrika und in anderen Regionen der Welt hervor und unterstreicht den dringenden Bedarf an Bildung und Informationen, Technologietransfer und Ressourcen jeglicher Art von Frauen und vor allem von Frauen in Afrika. Die Frauen, die sich auf der COP12 regelmäßig trafen, fordern einen kreativen und integrierten Ansatz in der Klimapolitik und bieten den Regierungen an: „Wenn es euch an Ideen fehlt, die Frauen haben sie und geben sie gern weiter!“

Der Women's Caucus hat die Punkte diskutiert, auf die sich die Lobbyarbeit mit Regierungen während der COP12/COP-MOP2 konzentrieren sollte und das Ergebnis in einem ersten Papier zusammengefasst. Einige Punkte müssen noch ergänzt werden (wie Technologie-Transfer), andere müssen konkreter auf die Verhandlungen bezogen werden.

Pressemitteilung: Frauen fordern eine kreative und integrierte Klimapolitik
Die 12. UN-Klimakonferenz in Kenia hat den Blick auf das Afrika südlich der Sahara gerichtet – auf eine Region, die vom Klimawandel besonders stark betroffen sein wird. Vor allem die Frauen werden dort eine große Rolle spielen: als wichtige Gruppe, die zum einen besonders stark unter den Folgen der globalen Umweltveränderungen leidet, zum anderen ein großes Potenzial aufweist, notwendige Maßnahmen mit zu entwickeln und zu tragen. Wie bereits in den Jahren zuvor hat sich genanet, die Leitstelle für Gender, Umwelt und Nachhaltigkeit, bei der Klimakonferenz dafür eingesetzt, dass neben den eher technokratisch ausgerichteten Verhandlungen auch die sozialen Aspekte des Klimaschutzes wahrgenommen werden und dabei vor allem die Interessen der Frauen.

Das Side Event von LIFE zu Gender und Klimaschutz ist sehr gut angenommen worden. Ein Kurzbericht findet sich in den ENB (auf Englisch) bei den Berichten vom 9. November.


Frauen-/ Genderaktivitäten bei der UNFCCC COP 11 in Montreal (2005)

Strategietreffen von Frauen
Wir haben zu einem ersten Strategietreffen von Frauen zu Gender und Klimaschutz eingeladen, auf dem darüber diskutiert wurde, wie das Gender Mainstreaming bei den laufenden Verhandlungen verbessert werden  und wie das das zukünftige Post-Kyoto-Regime (für die Periode nach 2012) gendersensibel gestaltet werden kann.
Das Treffen zwischenzeitlich fast täglich fortgesetzt, ein Ergebnis ist das Statement 'Global warning: Women matter!', das an die Delegierten verteilt wurde.

Gender und Klimaschutz: Was wissen wir? Was müssen wir erforschen?
Ziel des Forschungs-Workshops war es, eine Forschungsagenda zu erarbeiten, die Teil des 4. Assessment Reports des IPCC werden soll.

Climate Talk am Climate Change Kiosk
Zwei 'Climate Talks' zu Gender und Klimaschutz wurden auf die Internetseite des Klimasekretariats aufgenommen. In einem sprachen Lena Sommestad, Umweltministerin von Schweden und Rejoice Mabuda-Fahsi, Vize-Ministerin für Umwelt und Tourismus von Südafrika als Verteterinnen des Netzwerks von Umweltministerinnen über "Frauen, Männer und Klimaschutz: Regierungsaktivitäten".
Im zweiten widmeten sich Minu Hemmati und Ulrike Roehr als Vertreterinnen von Life e.V. und WECF (Women in Europe for a Common Future) dem Thema: Gender und Klimaschutz: Warum es einen Unterschied macht.

Statement der Frauen im Plenum
Am letzten Tag der Konferenz hatten wir die Gelegenheit, unsere Anliegen im Plenum zu präsentieren. Minu Hemmati (LIFE/WECF) sprach für Frauen, die sich auf der COP11 in Montreal versammelt hatten, um Genderaspekte in den Klimaschutz zu integrieren.


Frauen-/ Genderaktivitäten bei der UNFCCC COP 10 in Buenos Aires (2004)

Während der Verhandlungen fanden zwei Workshops zu Gender und Klimaschutz statt. Der erste befasste sich schwerpunktmäßig mit der Situation im Süden und Anpassung an den Klimawandel, der zweite mit den Hemmnissen und Widerständen, aber auch positiven Ansätzen der Integration der Genderperspektive in Klimaschutzmaßnahmen und bei den Verhandlungen.
Die Pressemitteilung zu den Workshops, "Is the perception of climate change gendered?" und das Positionspapier "Mainstreaming gender into climate change" können sie im Archiv unserer Presseseite herunterladen.


Frauen-/ Genderaktivitäten bei der UNFCCC COP 9 in Mailand (2003)

Während der COP 9 in Mailand hatte LIFE e.V. gemeinsam mit ENERIGA, dem internationalen Netzwerk Gender und nachhaltige Energie, zu einem informellen Treffen mit dem Titel “Ist Gender ein Thema bei den Klimaverhandlungen?“ eingeladen. Dieses Treffen war der Ausgangspunkt für den Aufbau eines Netzwerkes zur Unterstützung des Gender Mainstreaming im Klimaprozess. Mehr als 30 Personen stellten ihre Sichtweisen dar und unterstrichen die mangelnde Gendersensibilität im Klimaprozess. Sie stimmten darüber ein, dass Gender bei den Verhandlungen vollständig fehlt und des etwas getan werden muss, um die Genderaspekte sichtbarer zu machen. Klimaschutz ist kein genderneutraler Prozess: Die technologischen Entwicklungen und Instrumente, die zur Verminderung der CO2-Emissionen vorgeschlagen werden, haben geschlechterspezifische Ausrichtungen und können Frauen in ihren jeweiligen Situationen negativ oder positiv beeinflussen.
Das Protokoll des Treffens und ein Bericht über das Sideevent "Promoting Gender Equality, Providing Energy Solutions, Preventing Climate Change" vom Netzwerk der Umweltministerinnen sind in englisch verfügbar.


Frauen-/ Genderaktivitäten bei den UNFCCC COPs 1 bis 8 (Überblick)

Einen Überblick über die Partizipation von Frauen im UNFCCC-Prozess bei den COPs 1-9 gibt Ulrike Röhr in ihrem Papier "Geschlechterverhältnisse in den internationalen Klimaschutzverhandlungen", das als Beitrag zu dem ISOE Diskussionspapier Nr. 21 „Klimapolitik und Gender: Eine Sondierung möglicher Gender Impacts des europäischen Emissionshandelssystems“ erarbeitet wurde.