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Der aktuelle Newsletter informiert wie immer über die Aktivitäten von genanet sowie über Gender und Umweltaktivitäten anderer Organisationen und ExpertInnen, berichtet über neue...

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FRAUENUNTERNEHMEN GREEN ECONOMY

In Kooperation mit der WeiberWirtschaft eG soll das neue genanet-Projekt Wege für Frauenunternehmen zu einem umweltschonenden und sozial gerechten Wirtschaften aufzeigen. Es startet...

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NICHT EINFACH GRÜNER, SONDERN ANDERS

"Auf dem Weg in eine ressourcenschonende und gerechte Gesellschaft" lautet der Untertitel der Broschüre, mit dem das Projekt Green Economy Gender_Gerecht nicht nur seine Ergebnisse...

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Gender | Umwelt | Nachhaltigkeit

Gender demonstration at the sidewalks

 

UN-KLIMAVERHANDLUNGEN


GenderCC - Women for Climate Justice

Seit einigen Jahren ist genanet/LIFE e.V. bei den internationalen Klimakonferenzen präsent, um sich dort für die Integration der Genderperspektive bei den Verhandlungen einzusetzen. genanet ist Mitbegründerin von GenderCC, dem globalen Netzwerk von Frauen und GenderexpertInnen,  das seine Arbeit bei der COP9 in Mailand aufgenommen und sich während der darauffolgenden UNFCCC-Konferenzen vergrößert hat. Das Netzwerk zielt darauf ab, Gender Mainstreaming in den UNFCCC-Verhandlungen und in nationalen Klimaschutzdebatten zu stärken, die effektive Einbindung von Frauenorganisationen und GenderexpertInnen in die Verhandlungen zu fördern, das Bewusstsein über die Zusammenhänge von Gender&Klimaschutz zu schärfen und Informationen bereit zu stellen, sowie Positionen zur Klimaschatzpolitik zu entwickeln. Um auf die Informations- und Diskussionsliste des Netzwerks (in englisch) aufgenommen zu werden, senden Sie bitte eine E-mail an gender_cc-subscribe[at]yahoogroups.com.

Auf dieser Seite finden Sie Informationen zu den Vertragsstaatenkonferenzen zur UN-Klimarahmenkonvention (COP) und dem Kyoto Protokoll (COP-MOP bzw. CMP) in deutsch.


Frauen- und Genderbeiträge bei der ADP2 in Bonn

Die Frauen und Gender Beobachterinnen war mit einer sehr kleinen Gruppe bei der 2. Sitzung der Ad Hoc Arbeitsgruppe zur Durban Platform (ADP) vertreten, die vom 29. April bis 3. Mai 2013 in Bonn stattfand. Die Interventionen, die sie bei einem Austausch der Vorsitzenden der Arbeitsgruppe mit BeobachterInnenorganisationen hielten, können hier heruntergeladen werden (in Englisch):

Ulrike Roehr, LIFE, zum Workstream 1 (Zukünftiges Abkommen nach 2020)

Sabine Bock, WECF, zum Workstream 2 (Verstärkung der Bereitschaft zum Klimaschutz bis 2020)


Klimakonferenz in Doha 2012: DIE Gender-Konferenz?

Ein Gendertag, den das Klimasekretariat der Vereinten Nationen für den 27.11.2012 ausgerufen hatte, markierte den Beginn einer bemerkenswerten Konferenz. Es folgte wenig später die Annahme einer Entscheidung, die von der Europäischen Union eingebracht wurde. Sie hat zum Ziel, die Partizipation von Frauen in den Delegationen und Gremien zu verbessern und damit zu einer gender-sensiblen Klimapolitik beizutragen.

 

Ist das der Durchbruch, den die Frauen- und Genderorganisationen bei ihrer Veranstaltung gefordert haben? Die Gefühle bei den Frauen- und Genderorganisationen sind gemischt. Natürlich freut man sich über die Aufmerksamkeit, die das Thema erhält und darüber, dass es jetzt auch formal auf der Tagesordnung steht. Es gibt aber auch Befürchtungen, dass mit dieser Entscheidung das Thema gendergerechte Klimapolitik auf die Beteiligung von Frauen reduziert werden könnte. Die Beteiligung von Frauen, so die einhellige Meinung der Organisationen, ist EIN wichtiger Baustein, aber dieser allein führt nicht automatisch zu gendersensiblerer Klimapolitik.

 

Der Text der Entscheidung lässt Raum für Interpretationen. Er lässt sich positiv interpretieren als Katalog von Maßnahmen in Richtung einer gendersensiblen Klimapolitik. Schließlich wird neben der Berichterstattung über die Beteiligung von Frauen und Männern die Genderthematik ein eigenständiger Punkt auf der Tagesordnung der Klimakonferenzen – bisher wurden Genderaspekte unter „Anderes“ diskutiert – sowie ein Workshop zum ausgewogenen Geschlechterverhältnis im UNFCCC Prozess, gendersensibler Klimapolitik und zu Bildungsmaßnahmen zur Verbesserung der Beteiligung von Frauen. Es ist allerdings zu befürchten, dass das Klimasekretariat und die Regierungen dieser Lesart nicht folgen und nur den Aspekt der Beteiligung wahrnehmen. Die jahrelangen Bemühungen der Gender- und Frauenorganisationen, sehr konkrete Vorschläge für die verschiedenen Verhandlungstexte zu machen, könnten damit zunichte gemacht werden.

 

Einig sind sich die Frauen sich darin: die Verhandlungen sind wieder einmal weit hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Eine gendersensible Klimapolitik macht aber nur dann Sinn, wenn diese auch die nötigen Verpflichtungen bei den Emissionsminderungen oder bei der finanziellen Unterstützung der vom Klimawandel betroffenen Entwicklungsländer eingeht.


COP18 in Doha: Aktivitäten der Frauen- und Gendergruppen

Es begann mit einem Paukenschlag: der 27. November 2012, der 2. Tag der 18. Vertragsstaatenkonferenz zur Klimarahmenkonvention, wurde zum Gender-Tag erklärt. LIFE e.V. hatte sich dafür mit GenderCC, WEDO und GGCA zusammengetan um gemeinsam in einem dreistündigen Event zu diskutieren, wie innovative Durchbrüche für die Geschlechtergerechtigkeit bei den Klimaverhandlungen und in der nationalen Klimapolitik zu erzielen sind. Bei der mit 200 Personen sehr gut besuchten Veranstaltungen diskutierten zunächst in einem High-Level Panel die Umweltministerin von Mosambique Alcinda Albreu , die Leiterin des UN-Klimasekretariats Christiana Figueres und die ehemalige Irische Ministerpräsidentin und ehemalige UN-Menschrechtskommissarin Mary Robinson über den grundsätzlichen Wandel, der nötig ist um Gendergerechtigkeit zu erreichen. "We can use any desk that we sit at to move this agenda forward – change is difficult, but we can’t give up", appellierte Christiana Figueres an alle Teilnehmenden. Es folgte ein Paneldiskussion mit NGO-Vertreterinnen aus verschiedenen Weltregionen und mit unterschiedlichen thematischen Schwerpunkten, und endete mit "Innovation Hubs", bei denen in kleineren Gruppen über die wichtigsten nächsten Schritte diskutiert wurde.

Der englische Report über die Veranstaltung kann hier heruntergeladen werden.

 

Neben diversen Interventionen, die von Vertreterinnen der Frauen- und Gender-Community bei den Verhandlungen abgegeben wurden (siehe rechts im Kasten unter www.gendercc.net/policy/conferences/cop18.html), sei hier vor allem die Aktion "Not in my Name" genannt, mit der wir im Namen vieler Frauen und Frauenorganisationen die VerhandlerInnen afforderten, endlich  voranzuschreiten und sich auf einen Klimaschutz zu einigen, der seinen Namen auch verdient. Ansonsten können sie nicht sagen, dass sie im Namen ihrer Bevölkerungen verhandeln. Fotos von der Aktion finden Sie auf der oben genannten Webseite. 


UN Klimakonferenz in Durban, Südafrika

Auch die 17. Vertragsstaatenkonferenz zur Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen blieb ohne nennenswertes Ergebnis. Zwar wird das allerorten als 'Durchbruch' gefeiert, aber kann man die Einrichtung einer "Ad Hoc Working Group on the Durban Platform for Enhanced Action", deren für 2015 anvisierten Ergebnisse nicht vor 2020 in Kraft treten sollen, wirklich ernsthaft als Durchbruch feiern? Für viele Länder ist das eindeutig zu spät, das 2° Ziel wird damit nicht erreicht.

 

Aus der Gender- und Frauenperspektive war die Klimakonferenz verblüffend: Mehr als 30 'Side Events' befassten sich mit der Frauen/Genderperspektive - oder gaben dies zumindest vor.  Aber ist das als Durchbruch bei der Wahrnehmung der Genderperspektive zu bewerten?

 

Das allmorgendliche Frauentreffen (women's caucus) war so gut besucht und so diskussionsfreudig wie nie zuvor. Es beklagte das zunehmende schlichte Hinzufügen von "Frauen und Gender" ohne die erforderlichen grundlegenden gesellschaftlichen und systemischen Transformationen anzusprechen und die Instrumentalisierung der Rollen und Verantwortlichkeiten von Frauen. Deshalb befasste sich eine der eingerichteten Arbeitsgruppen mit den Grundlagen der Klimapolitik aus feministischer Perspektive. Ein erstes Diskussionspapier kann hier heruntergeladen werden (in englisch).

 

Ein tatsächlicher Erfolg war die offizielle Anerkennung der Frauen- und Gender-NGOs als eigenständige BeobachterInnengruppe (constituency), der - dank  UN Women - gebührend gefeiert wurde. Dem vorausgegangen waren zwei Jahre der "Erprobung" und des Nachweises, dass die Organisationen wirklich einen zusätzlichen Beitrag zu den Klimaverhandlungen leisten. Was sie mit unzähligen Stellungnahmen und Interventionen bewiesen haben.

 

Man darf gespannt sein, wie es weitergeht. In jeder Hinsicht.


Frauen- und Genderorganisationen bei den Klimaverhandlungen (SB34) in Bonn, 5.-17.6.2011

Während der ersten Tage der Klimaverhandlungen in Bonn wurde von der Heinrich-Böll-Stiftung, GenderCC, WECF, WEDO sowie weiteren eine Stellungnahme zur Integration von Gender in die Arbeit des vorläufigen Kommitees, das über den „Green Climate Funds“ berät, vorgelegt. Der Green Climate Funds und das dazugehörige vorläufige Kommittee (Transitional Committee - TC) sowie dessen Aufgaben wurden auf der COP16 im Dezember 2010 in Cancún beschlossen.

 

GenderCC führte in der ersten Woche der SB34 ein Side-Event zum Thema “Finanzierung von gendersensiblen Anpassungsmechanismen in Entwicklungsländern. Probleme und Perspektiven“ durch. SprecherInnen waren Sharmind Neelormi (GenderCC Focal Point in Asien), Dr. Uddin Ahmed vom Center for Global Change (CGC), Bangladesh und Rachel Burger von Practical Action (UK). Außerdem richtete WEDO zusammen mit verschiedenen Partnern ein Side-Event zum Thema „Frauen und Klimafinanzierung. Erfahrungen der Vergangenheit inspirieren zukünftige Finanzierungsinstrumente“, aus.

 

Bei dem SBI-Workshop zur Beteiligung (SBI-Workshop zur Entwicklung von neuen Wegen der Partizipation von Beobachterorganisationen) präsentierte Gotelind Alber (Focal Point der Beobachtergruppe von Frauen- und Genderorganisationen) die Vorschläge der Gruppe zur Verbesserung der Partizipation. Diese schlugen unter anderem vor, eine „Gender-Beratungs-Gruppe“ in die Klimaverhandlungen zu etablieren um damit auf die Notwendigkeit von verstärkter Gender-Expertise zu reagieren.

 

Verschiedene Stellungnahmen wurden währen der LCA Eröffnungssitzung und während der SBI und SBSTA Abschlusssitzungen von Mitgliedern der Frauen- und Genderorganisationen gegeben. Rachel Harris von WEDO propagierte die Notwendigkeit Gender in die nationalen Berichte der Entwicklungsländer an das UNFCCC Sekretariat zu integrieren. Ulrike Röhr von Life e.V. forderte in ihrer SBSTA Intervention einen Paradigmenwechsel bei REDD. Sie rief zu einem Paradigmenwechsel bei den Klimamaßnahmen auf, die, statt Tonnen von Emissionen zu zählen und über die Methodik dafür zu streiten, die Menschen in das Zentrum stellen sollten. Beide Stellungnahmen können in englisch von der GenderCC-Webseite heruntergeladen werden.

 

Am 10. Juni 2011 veranstaltete die GIZ (Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit) einen Workshop zu Gender und Mitigation. Nach einer Übersicht über praktische Erfahrungen bei der Entwicklung Nationaler Klimaschutzpläne und der Integration der Gendersperspektive in Projekten zur Vermeidung von Entwaldung (REDD) bewertete Ulrike Röhr die Herausforderungen, Ideen und Möglichkeiten zur Integration von Gender in die Klimaschutzaktivitäten.


Presseerklärung: Frauen können's, Männer nicht?

Zum Abschluss der 16. Vertragsstaatenkonferenz (COP16) zur UN-Klimarahmenkonvention und dem Kyoto-Protokoll hat GenderCC eine Presseerklärung verfasst, deren deutsche Übersetzung Sie hier herunterladen können.


Positionen und Interventionen zu Frauen/Gender

 

Die Frauen- und Genderorganisationen waren, wie weiter unten beschrieben, auch bei der COP 16 in Cancun sehr aktiv. Mit gutem Erfolg, wie Marion Rolle von GenderCC in ihrer Auswertung beschreibt.

Diese, wie auch einige der Interventionen, d.h. der kurzen Statements während der Verhandlungen, wurden von uns ins deutsche übersetzt. Gleiches gilt für das von verschiedenen Frauenorganisationen gemeinsam verfasste Positionspapier zu Frauen und REDD - eine Reaktion auf die Kampagne "Women in REDD", die von IUCN, WEDO und WOCAN in Cancun massiv propagiert wurde - sowie für das Papier von GenderCC zu Geschlechtergerechtigkeit in den Fonds zum Klimaschutz und zur Anpassung an den Klimawandel.

Auswertung Cancun

Frauen und REDD

Gender bei den Klimafonds

Frauen&Gender-Intervention im Eröffnungsplenum der SBSTA

Frauen&Gender-Interventio im Abschlussplenum


Frauen-Power treibt Klimagipfel an

Jürgen Polzin (WAZ-Medienportal) stellt fest, dass starke Frauen die Verhandlungen beim Klima-Gipfel in Cancún prägten. Vor allem die dänische Energieministerin Lykke Friis stahl den Männern die Show, so Polzin in der Zeitung "Der Westen".

"Wie auch immer man den Ausgang der UN-Klimakonferenz in Cancún in Mexiko bewerten wird – es war ein Politgipfel der außergewöhnlichen Art. Nie zuvor gab es bei dieser Mega-Veranstaltung solch eine Frauen-Power. Starke Frauen prägten die Verhandlungen. Sie saßen an den zentralen Stellen, leiteten die wichtigen Untergruppen und steuerten die zentralen Verhandlungsstränge."

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Gender-Aktivitäten bei den Klimaverhandlungen in Cancún

Am 3. Dezember 2010 wurde auf einem Side Event bei den Klimaverhandlungen in Cancún über neue und innovative Ansätze der sozialen Dimensionen des Klimawandels diskutiert - Gender Dimensionen konnten dabei natürlich nicht fehlen! Die Podiumsdiskussion mit dem Titel "Innovating and inspiring new thinking on the social dimensions of climate change" wurde von BRIDGE und LIFE e.V./genanet veranstaltet. 

 

Neben diesem Side Event war LIFE e.V./genanet mit einem Informationsstand in Cancun Messe präsent (siehe Foto), Vertreterinnen nehmen an der täglichen Frauensitzung (Women's Caucus) teil, verfolgten die Verhandlungen und engagieren sich für geschlechtergerechte Ergebnisse.

 

Weitere Informationen zu Gender Aktivitäten in Cancún sowie die ersten Stellungnahmen (interventions) von Vertreterinnen der Frauen und Gender BeobachterInnengruppe entnehmen Sie bitte der Website zum Klimagipel in Cancún von unserer Partnerorganisation GenderCC. Die Presseerklärung direkt nach Abschluss der Verhandlungen am frühen Morgen des 11.12.2010 steht jetzt auch in deutsch zur Verfügung.


Auf dem Weg zur nächsten Vertragsstaatenkonferenz in Cancún

Bereits vier Verbereitungskonferenzen haben in diesem Jahr stattgefunden - drei davon in Bonn, die vierte fand Anfang Oktober in Tianjin, China statt. Im Verhältnis zur investierten Zeit - immerhin fünf Verhandlungswochen bisher - lassen die Ergebnisse sehr zu wünschen übrig. Zwei Schritte vor, drei zurück wäre wohl die angemesenste Art der Charakterisierung. Dass man damit im Dezember in Cancún nicht bei einem umfassenden Abkommen landet, liegt auf der Hand und wird auch innerhalb des Verhandlungsprozesses kaum noch von jemandem erwartet.
 

Unermüdlich arbeiten die Frauen- und GendervertreterInnen daran die vorhandenen Referenzen zu 'Gender' oder 'Frauen' im Verhandlungstext zu erhalten, neue Textpassagen einzufordern, ist kaum noch möglich. Bei den vorletzten sogenannten "Climate Talks", der dritten Verhandlungsrunde diesen Jahres Anfang August, wurde die Arbeit der Ad-Hoc-Arbeitsgruppe zur langfristigen Zusammenarbeit (LCA) in kleine geschlossene Arbeitsgruppen verlagert. Kein Zugang für die zivilgesellschaftlichen VertreterInnen. Gleiches galt für die Situation in Tianjin. Wie 'genderbewusst' die VerhandlerInnen sind, zeigt sich in den aktuellsten Textentwürfen. Mit jeder Verhandlungswoche wird der Gendertext magerer und nichtssagender. Eine Zusammenfassung der aktuellen Referenzen zu Gender und Frauen folgt hier in Kürze.

Eine Reihe von Stellungnahmen (englisch) wurden in den Plenumssitzungen durch Vertreterinnen der Frauen und Gender BeobachterInnengruppe abgegeben. Hier werden nach und nach die deutschen Übersetzungen der in aller Regel zweiminütigen Interventionen bereit gestellt.

Stellungnahme im Eröffnungsplenum der AWG-LCA (4.10.2010) englisch

 

Stellungnahme im Abschlussplenum der AWG-KP13 (6. August 2010)

Stellungnahme im Eröffnungsplenum der AWG-LCA11 (2. August 2010)

Stellungnahme im Eröffnungsplenum der AWG-KP12 (1. Juni 2010)

Stellungnahme im SBSTA-Workshop zu Forschung (3. Juni 2010) englisch

Stellungnahme im Eröffnungsplenum AWG-LCA zur Finanzierung von Klimaschutz (2. Mai 2010)

Stellungnahme im Eröffnungsplenum SBI 32 zu Artikel 6: Bildung, Training und öffentliches Bewusstsein (31. Mai 2010)

 

Darüber hinaus wurden Submissions (schriftliche Eingaben) erstellt, die in englisch auf der UNFCCC-webseite herunterzuladen sind, demnächst auch in deutsch zur Verfügung gestellt werden:

Women and Gender Consitutency (GenderCC, LIFE, WECF, WEDO): Stellungnahme zur Beteiligung der Zivilgesellschaft an den Klimaverhandlungen

LIFE und GenderCC: Stellungnahme zur Umsetzung des New Delhi Work Programme (Information, Bildung, Training zu Klimawandle und Klimaschutz)

GenderCC: Stellungnahme zur Umsetzung des Nairobi Work Programme (Anpassung an den Klimawandel)


Die Genderperspektive bei den Klimaverhandlungen in Kopenhagen: Geschlechtergerechtigkeit macht Fortschritte, aber kein wirkungsvoller Klimaschutz

VertreterInnen der Zivilgesellschaft mussten den Klimagipfel aus zwei Gründen sehr frustrierend finden: Zum Ersten konnten sich die Regierungen, obwohl sie um die gefährlichen Auswirkungen des Klimawandels wissen und trotz weltumspannender Kampagnen für ein starkes Klimaabkommen, nicht einigen. Zum Zweiten wurde die Zivilgesellschaft in Kopenhagen aus wichtigen Gesprächen, Veranstaltungen und schließlich aus dem Konferenzzentrum schlicht ausgesperrt. Bezogen auf die Geschlechtersensibilität der Klimaverhandlungen selbst sowie ihrer Inhalte lassen sich allerdings einige Fortschritte feststellen:

 

Die Anerkennung von „Frauen- und Gender-NGO“ als eigene Interessengruppe durch das Sekretariat der Klimarahmenkonvention schaffte zusätzliche Möglichkeiten, offiziell auf die Verhandlungen Einfluss zu nehmen. Beispielsweise gab es mehrere Möglichkeiten in den Verhandlungen zu sprechen: Zuerst betonte Andrea Guzman, Centoprac Bolivien, in der Arbeitsgruppe zur langfristigen Zusammenarbeit (AWG LCA), dass in einer gemeinsamen globalen Vision auf die zentrale Rolle von Frauen Bezug genommen werden muss. Am neunten Dezember unterstrich Sharmind Neerlomi, GenderCC Koordinatorin aus Bangladesch gegenüber den Vertragsstaaten des Kyoto Protokolls die Notwendigkeit einer ausreichenden, geschlechtergerechten Finanzierung von Anpassungsmaßnahmen an den Klimawandel. Meena Kunwar von WEDO wies am zwölften Dezember das Gremium zur technischen Unterstützung des Prozesses auf die Gefahren von REDD (Emissionsminderung durch Verhinderung von Entwaldung), gerade für Frauen, hin. Bei der Abschlusssitzung der Arbeitsgruppe zum Kyoto-Protokoll am 15. Dezember verdeutlichte Jo Tenner, Frauenumweltnetz Australien, die besondere Bereitschaft von Frauen sich gegen den Klimawandel einzusetzen. Am letzten Tag der Verhandlungen forderte Ulrike Röhr, LIFE e.V./genanet in der Sitzung der RegierungsvertreterInnen diese auf endlich aktiv zu werden und zog eine erste Bilanz der Klimaverhandlungen aus feministischer und ökologischer Sicht.

Und noch eine positive Veränderung: Die nationalen Delegationen schließen zunehmend Frauen ein, auch in höheren Positionen. Außerdem waren einige Delegationen mit Gender-Beauftragten angereist.

Die Frauen- und Genderorganisationen haben sich aktiv in die Programmgestaltung sowohl im Bella Zentrum, der offiziellen UN-Konferenz, als auch im Klimaforum der Zivilgesellschaft eingebracht. Es ist hier nicht möglich, alle Vorträge, Beiträge und Aktionen aufzuzählen. Ein Glanzpunkt war die Beteiligung einiger Frauen von GenderCC an Auftritten der Irate Panthers, die weites Aufsehen in der Presse erregten. Besonders hervorzuheben sind auch die Präsentation einer Studie im Auftrag von UN HABITAT zu Städten, Geschlecht und Klima, sowie ein von GenderCC organisiertes side event, in dem Schlüsse aus der Erfahrung von Entwicklungsorganisationen in Bezug auf Gender gezogen wurden. Die Veranstaltung kann im Internet angesehen werden.

Klimagerechtigkeit und Geschlechtergerechtigkeit sind eng miteinander verbunden, deshalb müssen wir uns weiterhin für starke und verbindliche Reduktionsziele sowie die Bereitstellung der notwendigen Mittel zur Anpassung an den Klimawandel einsetzen. Die entsprechenden Maßnahmen und Kriterien müssen ggeschlechtersensibel gestaltet werden. Unzureichende Klimaschutzziele sind jedoch auch durch Geschlechtergerechtigkeit nicht zu verbessern.

Eine ausführliche Analyse der Ergebnisse von Kopenhagen aus der Genderperspektive kann hier herunter geladen werden


Auf dem Weg nach Kopenhagen

Eine Reihe von Zwischensitzungen (Ad Hoc Arbeitsgruppen) pflasterten den Weg nach Kopenhagen, um die Verhandlungen für die Klimakonferenz (COP15) voranzutreiben. Frauen- und Genderorganisationen waren sehr aktiv dabei, was sich auch in der steigenden Anzahl von Ländern zeigte, die Genderaspekte in ihre Reden und Vorschläge aufnahmen, dazu gehörten: Bangladesh, Lesotho (im Namen der am wenigsten entwickelten Länder - LDC), Guatemala (im Namen von Zentralamerika), Kolumbien, Tuvalu, Finnland, Island (mit Norwegen und Dänemark), Georgien (Gemeinschaftsbasierte CDM Projekte) und Algerien (im Namen der Gruppe afrikanischer Länder). Zum Download finden Sie hier die Stellungnahme von LIFE und GenderCC: Gender Mainstreaming and Beyond - 5 Steps Towards Gender-sensitive Long-term Cooperation. Weitere Informationen über alle Aktivitäten in englisch.

Informationen zu vorherigen UN-Klimakonferenzen