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FRAUENBLOCK AUF ANTI-ATOM-DEMO, 18.9.2010

Das Projekt "Frauen aktiv gegen Atomanergie" ruft Frauen und Frauenorganisationen dazu auf, sich am Frauenblock auf der Großdemonstration gegen Atomenergie am 18. September...

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WOMEN OF WIND ENERGY

Auf der diesjährigen Messe HUSUM WindEnergy findet das erste internationale Treffen von weiblichen Führungskräften der Windenergiebranche auf europäischen Boden statt. Am 23....

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ÖKOSTROM-TRAINING FÜR FRAUEN

Unter dem Motto "Es stromt so grün: Farbe bekennen!" bietet genanet Kurztrainings zum Wechsel des Stromanbieters an. Hier erfahren die Teilnehmerinnen alles über Ökostrom,...

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Gender | Umwelt | Nachhaltigkeit

Irate Panthers


Andrea Guzman gibt ihre Stellungnahme ab

 

UN-KLIMAVERHANDLUNGEN


GenderCC - Women for Climate Justice

Seit einigen Jahren ist genanet/LIFE e.V. bei den internationalen Klimakonferenzen präsent, um sich dort für die Integration der Genderperspektive bei den Verhandlungen einzusetzen. genanet ist Mitbegründerin von GenderCC, dem globalen Netzwerk von Frauen und GenderexpertInnen,  das seine Arbeit bei der COP9 in Mailand aufgenommen und sich während der darauffolgenden UNFCCC-Konferenzen vergrößert hat. Das Netzwerk zielt darauf ab, Gender Mainstreaming in den UNFCCC-Verhandlungen und in nationalen Klimaschutzdebatten zu stärken, die effektive Einbindung von Frauenorganisationen und GenderexpertInnen in die Verhandlungen zu fördern, das Bewusstsein über die Zusammenhänge von Gender&Klimaschutz zu schärfen und Informationen bereit zu stellen, sowie Positionen zur Klimaschatzpolitik zu entwickeln. Um auf die Informations- und Diskussionsliste des Netzwerks (in englisch) aufgenommen zu werden, senden Sie bitte eine E-mail an gender_cc-subscribe[at]yahoogroups.com.

Auf dieser Seite finden Sie Informationen zu den Vertragsstaatenkonferenzen zur UN-Klimarahmenkonvention (COP) und dem Kyoto Protokoll (COP-MOP bzw. CMP) in deutsch.


Auf dem Weg zur nächsten Vertragsstaatenkonferenz in Cancún

Bereits drei Verbereitungskonferenzen haben in diesem Jahr stattgefunden - alle drei in Bonn. Eine weitere ist für Anfang Oktober in China anberaumt. Im Verhältnis zur investierten Zeit - immerhin vier Verhandlungswochen bisher - lassen die Ergebnisse sehr zu wünschen übrig. Zwei Schritte vor, drei zurück wäre wohl die angemesenste Art der Charakterisierung. Dass man damit im Dezember in Cancún nicht bei einem umfassenden Abkommen landet, liegt auf der Hand und wird auch innerhalb des Verhandlungsprozesses kaum noch von jemandem erwartet.
 

Unermüdlich arbeiten die Frauen- und GendervertreterInnen daran die vorhandenen Referenzen zu 'Gender' oder 'Frauen' im Verhandlungstext zu erhalten, neue Textpassagen einzufordern, ist kaum noch möglich. Bei den letzten sogenannten "Climate Talks", der dritten Verhandlungsrunde diesen Jahres Anfang August, wurde die Arbeit der Ad-Hoc-Arbeitsgruppe zur langfristigen Zusammenarbeit (LCA) in kleine geschlossene Arbeitsgruppen verlagert. Kein Zugang für die zivilgesellschaftlichen VertreterInnen. Hier wird sich dann zeigen, wie 'genderbewusst' die VerhandlerInnen sind. Erste Textentwürfe lassen nichts Gutes vermuten - aber wir drücken die Daumen, dass zumindest die wichtigsten Passagen erhalten bleiben.

Eine Reihe von Stellungnahmen (englisch) wurden in den Plenumssitzungen durch Vertreterinnen der Frauen und Gender BeobachterInnengruppe abgegeben. Hier werden nach und nach die deutschen Übersetzungen der in aller Regel zweiminütigen Interventionen bereit gestellt.

Stellungnahme im Abschlussplenum der AWG-KP13 (6. August 2010)

Stellungnahme im Eröffnungsplenum der AWG-LCA11 (2. August 2010)

Stellungnahme im Eröffnungsplenum der AWG-KP12 (1. Juni 2010)

Stellungnahme im SBSTA-Workshop zu Forschung (3. Juni 2010)

Stellungnahme im Eröffnungsplenum AWG-LCA zur Finanzierung von Klimaschutz (2. Mai 2010)

Stellungnahme im Eröffnungsplenum SBI 32 zu Artikel 6: Bildung, Training und öffentliches Bewusstsein (31. Mai 2010)

 

Darüber hinaus werden gerade Submissions (schriftliche Eingaben) erstellt, die ab Mitte August in englisch, und etwas später auch in deutsch zur Verfügung stehen werden.


Die Genderperspektive bei den Klimaverhandlungen in Kopenhagen: Geschlechtergerechtigkeit macht Fortschritte, aber kein wirkungsvoller Klimaschutz

VertreterInnen der Zivilgesellschaft mussten den Klimagipfel aus zwei Gründen sehr frustrierend finden: Zum Ersten konnten sich die Regierungen, obwohl sie um die gefährlichen Auswirkungen des Klimawandels wissen und trotz weltumspannender Kampagnen für ein starkes Klimaabkommen, nicht einigen. Zum Zweiten wurde die Zivilgesellschaft in Kopenhagen aus wichtigen Gesprächen, Veranstaltungen und schließlich aus dem Konferenzzentrum schlicht ausgesperrt. Bezogen auf die Geschlechtersensibilität der Klimaverhandlungen selbst sowie ihrer Inhalte lassen sich allerdings einige Fortschritte feststellen:

 

Die Anerkennung von „Frauen- und Gender-NGO“ als eigene Interessengruppe durch das Sekretariat der Klimarahmenkonvention schaffte zusätzliche Möglichkeiten, offiziell auf die Verhandlungen Einfluss zu nehmen. Beispielsweise gab es mehrere Möglichkeiten in den Verhandlungen zu sprechen: Zuerst betonte Andrea Guzman, Centoprac Bolivien, in der Arbeitsgruppe zur langfristigen Zusammenarbeit (AWG LCA), dass in einer gemeinsamen globalen Vision auf die zentrale Rolle von Frauen Bezug genommen werden muss. Am neunten Dezember unterstrich Sharmind Neerlomi, GenderCC Koordinatorin aus Bangladesch gegenüber den Vertragsstaaten des Kyoto Protokolls die Notwendigkeit einer ausreichenden, geschlechtergerechten Finanzierung von Anpassungsmaßnahmen an den Klimawandel. Meena Kunwar von WEDO wies am zwölften Dezember das Gremium zur technischen Unterstützung des Prozesses auf die Gefahren von REDD (Emissionsminderung durch Verhinderung von Entwaldung), gerade für Frauen, hin. Bei der Abschlusssitzung der Arbeitsgruppe zum Kyoto-Protokoll am 15. Dezember verdeutlichte Jo Tenner, Frauenumweltnetz Australien, die besondere Bereitschaft von Frauen sich gegen den Klimawandel einzusetzen. Am letzten Tag der Verhandlungen forderte Ulrike Röhr, LIFE e.V./genanet in der Sitzung der RegierungsvertreterInnen diese auf endlich aktiv zu werden und zog eine erste Bilanz der Klimaverhandlungen aus feministischer und ökologischer Sicht.

Und noch eine positive Veränderung: Die nationalen Delegationen schließen zunehmend Frauen ein, auch in höheren Positionen. Außerdem waren einige Delegationen mit Gender-Beauftragten angereist.

Die Frauen- und Genderorganisationen haben sich aktiv in die Programmgestaltung sowohl im Bella Zentrum, der offiziellen UN-Konferenz, als auch im Klimaforum der Zivilgesellschaft eingebracht. Es ist hier nicht möglich, alle Vorträge, Beiträge und Aktionen aufzuzählen. Ein Glanzpunkt war die Beteiligung einiger Frauen von GenderCC an Auftritten der Irate Panthers, die weites Aufsehen in der Presse erregten. Besonders hervorzuheben sind auch die Präsentation einer Studie im Auftrag von UN HABITAT zu Städten, Geschlecht und Klima, sowie ein von GenderCC organisiertes side event, in dem Schlüsse aus der Erfahrung von Entwicklungsorganisationen in Bezug auf Gender gezogen wurden. Die Veranstaltung kann im Internet angesehen werden.

Klimagerechtigkeit und Geschlechtergerechtigkeit sind eng miteinander verbunden, deshalb müssen wir uns weiterhin für starke und verbindliche Reduktionsziele sowie die Bereitstellung der notwendigen Mittel zur Anpassung an den Klimawandel einsetzen. Die entsprechenden Maßnahmen und Kriterien müssen ggeschlechtersensibel gestaltet werden. Unzureichende Klimaschutzziele sind jedoch auch durch Geschlechtergerechtigkeit nicht zu verbessern.

Eine ausführliche Analyse der Ergebnisse von Kopenhagen aus der Genderperspektive kann hier herunter geladen werden


Auf dem Weg nach Kopenhagen

Eine Reihe von Zwischensitzungen (Ad Hoc Arbeitsgruppen) pflasterten den Weg nach Kopenhagen, um die Verhandlungen für die Klimakonferenz (COP15) voranzutreiben. Frauen- und Genderorganisationen waren sehr aktiv dabei, was sich auch in der steigenden Anzahl von Ländern zeigte, die Genderaspekte in ihre Reden und Vorschläge aufnahmen, dazu gehörten: Bangladesh, Lesotho (im Namen der am wenigsten entwickelten Länder - LDC), Guatemala (im Namen von Zentralamerika), Kolumbien, Tuvalu, Finnland, Island (mit Norwegen und Dänemark), Georgien (Gemeinschaftsbasierte CDM Projekte) und Algerien (im Namen der Gruppe afrikanischer Länder). Zum Download finden Sie hier die Stellungnahme von LIFE und GenderCC: Gender Mainstreaming and Beyond - 5 Steps Towards Gender-sensitive Long-term Cooperation. Weitere Informationen über alle Aktivitäten in englisch.

Informationen zu vorherigen UN-Klimakonferenzen