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FRAUENBLOCK AUF ANTI-ATOM-DEMO, 18.9.2010

Das Projekt "Frauen aktiv gegen Atomanergie" ruft Frauen und Frauenorganisationen dazu auf, sich am Frauenblock auf der Großdemonstration gegen Atomenergie am 18. September...

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WOMEN OF WIND ENERGY

Auf der diesjährigen Messe HUSUM WindEnergy findet das erste internationale Treffen von weiblichen Führungskräften der Windenergiebranche auf europäischen Boden statt. Am 23....

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ÖKOSTROM-TRAINING FÜR FRAUEN

Unter dem Motto "Es stromt so grün: Farbe bekennen!" bietet genanet Kurztrainings zum Wechsel des Stromanbieters an. Hier erfahren die Teilnehmerinnen alles über Ökostrom,...

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Gender | Umwelt | Nachhaltigkeit



 

GENDER & MOBILITÄT


Gender Award für intelligente Verkehrssysteme

Das österreichische Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) vergab am 10. Mai 2010 erstmals den Gender Award an Projekte aus den Förderungsprogrammen "Intelligente Verkehrssysteme und Services plus" und TAKE OFF mit dem Ziel, die teilweise noch geringe Beteiligung von Wissenschafterinnen in den Forschungs- und Technologieprogrammen kontinuierlich zu steigern. Durch die Vorbildwirkung der prämierten Projekte soll zudem die Bedeutung von Chancengleichheit und Gender-Aspekten in Forschung und Entwicklung unterstrichen werden. Menschen, die Versorgungsarbeit leisten (für sich und andere Personen, wie Kinder und ältere Menschen), haben andere Mobilitätsbedürfnisse als Menschen, die sich zur Arbeitsstätte begeben und wieder zurück. Die Entwicklung spezifischer Lösungsansätze steckt bisher allerdings noch in den Kinderschuhen. Damit es hier in Zukunft nicht zu Fehlentwicklungen und -investitionen kommt, hat das BMVIT als eine Maßnahme von mehreren, den Gender Award IV2Splus/TAKE OFF ausgeschrieben.
„Gerade in einem so männlich dominierten Bereich, wie dem Verkehrs- und Luftfahrtsektor ist eine derartige Auszeichnung ein wichtiges Instrument zur Sensibilisierung der relevanten Akteurinnen und Akteure im Feld“, so DI Martin Russ, Kabinett Bundesministerin Bures, der den Gender Award verliehen hat.
Insgesamt 85.000 Euro gingen an acht Projekte und eine Studie.


Aktuell wurden vom BMVIT in Österreich der Women.award ausgeschrieben. Mit diesem sollen „starke Frauen, die in den verschiedensten gesellschaftlichen Bereichen Besonderes leisten“ in sieben Kategorien ausgezeichnet werden. Darunter befinden sich Kategorien für nationales und internationales soziales Engagement, worum sich Frauen bewerben können, die sich für ihre Umwelt und ihre Mitmenschen stark machen.


Frauen sind klimafreundlicher mobil als Männer

Dass sich Frauen umweltfreundlicher als Männer fortbewegen, bestätigt eine Untersuchung des Verkehrsclub Österreich (VCÖ) vom März 2010. Demnach legen Österreichs Frauen ihre Alltagswege im Schnitt zu 51 Prozent zu Fuß, mit dem Rad oder dem öffentlichen Verkehr zurück, wohingegen Männer durchschnittlich nur zu 36 Prozent diese Fortbewegungsmittel wählen. Die Mobilität der Frauen verursacht somit rund 2,1 Millionen Tonnen weniger CO2 als jene der Männer. Laut VCÖ nehmen Frauen durch ihre stärkere Unabhängigkeit vom Auto einen Zukunftstrend in der Mobilität vorweg. Der VCÖ fordert daher die stärkere Einbeziehung von Frauen in die Verkehrsplanung und die Einführung  von Gender-Budgeting im Verkehrsbereich, so dass 50 Prozent der Investitionen Frauen zu Gute kommen.


Gender Gap im Verkehrs- und Mobilitätsbereich

Der Hintergrundbericht Gender Gap im Verkehrs- und Mobilitätsbereich des Verkehrsclub Österreich (VCÖ) bietet einen umfassenden Überblick zu den Geschlechterdifferenzen im Bereich des Verkehrs und zu geschlechterpolitischen Strategien für die Veränderung des Status quo. Empirische Daten zur unterschiedlichen Verkehrsmittelwahl, zur täglichen Anzahl an Wegen und vielem mehr werden ebenso wie eine interessante Kritik an den Erhebungsmethoden genannt. Die Möglichkeiten des Gender Mainstreaming und Gender Budgeting in den Bereichen Verkehr und Mobilität kommen ebenso wie erfolgreiche, praktische Beispiele, in denen Gender für Planungsprozesse oder Forschungsprojekte eine Rolle spielte, zur Sprache.


„Wie ich fahre, so plane ich.“ VCÖ-Magazin widmet sich in einer Ausgabe den Themen Gender und Verkehr

Die erste Ausgabe des Magazins des Verkehrsclub Österreich (VCÖ) von 2009 dreht sich rund um das Thema Gender und Verkehr. Berichte über Österreichs ersten Gender Mainstreaming Bezirk und die Wichtigkeit des Fahrrads für das Zeitsparen von Frauen in Asien und Afrika stehen neben Interviews mit Sibylla Zech, Geschäftsführerin des Planungsbüros stadtland, oder mit Brigitte Jilka, Stadtbaudirektorin von Wien, über die unterschiedlichen Zugänge von Frauen und Männern zur Verkehrsplanung und die Bedeutung von Beteiligungsprozessen.


Frauenwege - Männerwege: Entwicklung von Methoden zur genderspezifischen Mobilitätserhebung

Das technische Büro Knoll & Szalai in Wien hat im Rahmen des Forschungsprojektes "Frauenwege- Männerwege: Entwicklung von Methoden zur genderspezifischen Mobilitätserhebung" die gängigen Methoden zur Mobilitäts- und Verkehrserhebung in Österreich aus der Genderperspektive analysiert. Die entsprechende Studie wurde in der Schriftenreihe des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie veröffentlicht. Darin zeigen die Autorinnen auf, dass durch die gängigen Verkehrs- und Mobilitätserhebungen nur bestimmte Alltage und Lebenszusammenhänge abgefragt und wesentliche Aspekte des Mobilitätsverhaltens vor allem von Menschen mit Betreuungspflichten ausgeblendet werden. Eine Genderanalyse untersucht die soziokulturellen Rollenerwartungen, aus denen sich die Befragungsdesign abgebildeten Geschlechterstereotypen speisen. Als Gegenentwurf wurde ein Modellfragebogen entwickelt, der – auf Basis der bestehenden Mobilitätserhebungen - die Wegeketten und Wegezwecke differenziert und aufgeschlüsselt nach Tätigkeiten (Erwerbsarbeit, Sorgearbeit, Ehrenamt usw.) abbildet.


Städtische Mobilität und Gender, Positionspapier der KfW

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (kfw) hat eine Positionspapier zu den Genderwirkungen des öffentlichen Nahverkehrs und der Mobilität in asiatischen Metropolen am Beispiel des Großraums Jakarta ins Netz gestellt. Das Papier fasst wesentliche Ergebnisse und Schlussfolgerungen einer Untersuchung von Meike Spitzner, Wuppertal Institut und weiteren ExpertInnen zusammen.


Zum Weiterlesen

  • Schwerpunktheft des Deutschen Frauenrates zu Gender & Mobilität
    Die Ausgabe 3/2007 der  Zeitschrift des Deutschen Frauenrats "Informationen für die Frau" beschäftigt sich mit den Themen Mobilität und Verkehr und enthält u.a. Texte zu den Geschlechterverhältnissen im ÖPNV, zum Mythos Auto, zur Rolle von Mobilität für Moderne und Emanzipation sowie ein Interview mit der Politikwissenschaftlerin und Raumplanerin Christine Bauhardt. Bezug des Heftes sowie drei der Artikel zum Download auf der Webseite des Deutschen Frauenrats.

  • Frauen und Transport im erweiteren Europa
    Eine im Auftrag des Europäischen Parlaments von Jeff Turner, Meike Spitzner und Kerry Hamilton (University East London/ Wuppertal Institute) erstellte Untersuchung zeigt auf, wie sich das Mobilitätsverhalten von Männnern und Frauen europaweit unterscheidet und gibt damit wichtige Impulse für eine nachhaltige und geschlechtergerechte Verkehrs- und Mobilitätspolitik.

  • Tagungsbericht: "Gleiche Mobilitätschancen für Alle!"
    Unter diesem Titel hat die Friedrich-Ebert-Stiftung im Jahr 2006 eine Konferenz zu Gender Mainstreaming im ÖPNV veranstaltet. Die Broschüre versammelt theoretische Überlegungen zu gendersensibler Verkehrsplanung mit Praxisbeispielen aus Bielefeld, Freiburg und München.

  • Gender Mainstreaming und die politische Gestaltung der gesellschaftlichen Naturverhältnisse durch Verkehr. Alte und neue Herausforderungen an die deutsche Umweltpolitik.
    Das immer noch aktuelle und hochinteressante Hintergrundpapier wurde von Meike Spitzner, Wuppertal Institut anlässlich des Kongresses "Geschlechterverhältnisse, Umwelt und nachhaltige Entwicklung" erarbeitet, die 2002 vom FrauenUmweltNetz (dem Vorgängerprojekt von genanet) in Vorbereitung auf den UN worldsummit for Sustainable Development durchgeführt wurde.

  • Factsheet Gender und Mobilität
    Das Factsheet Mobilität fasst kurz die wichtigsten Aspekte zum Thema Geschlecht & Mobilität zusammen.